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Abfahrts-WeltmeisterinAls Petra Kronberger zu "The Great" wurde

Vor 30 Jahren war sie umjubelter Skistar, dann der Knall und es wurde ruhig um Olympiasiegerin Petra Kronberger. Dabei hat die stille Persönlichkeit viel zu sagen. Über Winter ohne Skifahren, über wahre Größe und die Wichtigkeit von Sensibilität.

Petra Kronberger
Petra Kronberger © 
 

Prä-Lockdown-Zeit, halb Österreich im Nebel, aber ein sonniger, kalter Tag in der Salzburger Innenstadt. Mit einem rosigen Lächeln radelt Petra Kronberger über den Kajetanerplatz heran, nimmt den Helm ab und ein wunderbar entspanntes Gespräch beginnt, das sich auch später nicht wie ein Interview anfühlen wird. Petra Kronberger kann sehr gut zuhören.  Selbst große Töne zu posaunen, verhindert eine fast schon aus der Mode gekommene Bescheidenheit. Residenzplatz, Mozartplatz, wir wechseln jedesmal die Sitzbänke und in die Sonne, wenn der mächtige Dom seinen Schatten auf uns wirft. „In der Sonne ist es doch schöner“, sagt sie. Vereinzelt grüßen Passanten, Kronberger wirkt geschmeichelt. 
 
Werden Sie eigentlich noch oft erkannt? 
Nicht oft, aber ich bin erstaunt, dass mich Menschen noch  – und trotz Maske – erkennen. Sind Sie nicht die Frau Kronberger? Die Menschen können sich tatsächlich an einzelne Rennen erinnern, wie sie vorm TV gesessen sind – und so was Nettes, Persönliches schätze ich wirklich sehr. Den großen Trubel mag ich nach wie vor nicht. 
 
Sie wurden 1991 in Saalbach Abfahrtsweltmeisterin, jetzt kehrt die WM 2025 wieder in Ihr Heimatbundesland zurück. Angst, dass auch der Trubel um Ihre Person zurückkommt? 
Nein, Angst nicht, und es ist ja legitim, dass man sich an damals erinnert. Es gibt wohl Unangenehmeres (lacht). Aber wie die Zeit vergeht. Stephan Eberharter, Ulli Maier, Rudi Nierlich ... 
 
Ein Jahr später wurden Sie Doppel­olympiasiegerin, das legendäre Time Magazine brachte Sie als erste Österreicherin auf dem Cover. „Petra, the Great“. Wo haben sie das Cover zu Hause hängen? 
Momentan hängt es nirgends, früher war es im Elternhaus. Jetzt bin ich gerade am Überlegen, was ich mit den Trophäen, Pokalen und Zeitungsausschnitten mache, die sich zusammengesammelt haben. Es soll nicht überpräsent sein, es ist ein Teil von mir, aber man wird ein anderer Mensch, hat andere Interessen. Vom Time Magazine habe ich vier, fünf Exemplare. 

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