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Ski AlpinDie Tops und Flops der Weltcupsaison 2018/19

Shiffrin, Hirscher, Schmidhofer oder der Zeitnahme-Skandal sowie die vielen Verletzungen - die Tops und Flops der Weltcupsaison 2018/19 im alpinen Skisport.

Marcel Hirscher Mikaela Shiffrin
Marcel Hirscher und Mikaela Shiffrin waren eindeutig top © APA/AFP/JAVIER SORIANO
 

Tops

  • Mikaela Shiffrin: 17 Saisonsiege in 26 Rennen, die sie bestritt, sind einsame Spitze in der Weltcup-Geschichte. Die erst 24-jährige US-Amerikanerin hält damit bereits bei 60. Die Doppelweltmeisterin von Aare gewann zum dritten Mal den Gesamtweltcup, zum sechsten Mal die Slalomwertung und feierte zum jeweils ersten Mal die Disziplin-Wertungssiege im Riesentorlauf und Super-G.
  • Marcel Hirscher: Zum achten Mal in Folge gewann der Salzburger den Gesamtweltcup, zum jeweils sechsten Mal die Wertungen im Slalom und Riesentorlauf. Mit 20 Kristallkugeln hält er nun gemeinsam mit Lindsey Vonn (USA) den Rekord. Der 30-jährige Salzburger brachte es in seinen 22 Rennen auf neun Saisonsiege, er hält nun bei 67, womit dem regierenden Slalom-Weltmeister noch 19 auf die Rekordmarke des Schweden Ingemar Stenmark mit 86 fehlen.

  • Österreichs Abfahrerinnen: Nicole Schmidhofer holte als erste ÖSV-Läuferin nach Renate Götschl 2007 wieder eine Kugel in der Abfahrt. Die Steirerin gewann ebenso wie Ramona Siebenhofer zwei Saisonrennen, Stephanie Venier und Mirjam Puchner jeweils eines. Das bedeutete sechs Erfolge in den acht Rennen und einen ÖSV-Dreifacherfolg in der Disziplinwertung für Schmidhofer vor Venier und Siebenhofer.
  • Austria Ski Team: Das rot-weiß-rote Alpinskiteam gewann zum 30. in Folge und insgesamt 40. Mal die Weltcup-Nationenwertung. Österreich setzte sich mit 11.581 Punkten vor der Schweiz (8.102) und Norwegen (5.716) durch. Die Herren entschieden die Wertung mit 6.102 Punkten vor Schweiz (4.650) und Frankreich (4.202) für sich, die ÖSV-Damen mit 5.479 vor Schweiz (3.452) und Italien (2.804). Für Österreich gab es in den 73 Einzelrennen insgesamt 51 Podestplätze (21 Siege, 15 zweite und 15 dritte Plätze).

  • Junge Wilde: Der Franzose Clement Noel und die Slowenin Meta Hrovat wurden als "Longines Rising Ski Stars" geehrt, das heißt als beste weibliche Läuferin unter 21 und bester männlicher unter 23 Jahren im Weltcup-Zirkus. Der 21-jährige Noel gewann mit Wengen, Kitzbühel und Soldeu drei Slaloms und wurde in Adelboden Zweiter und damit Elfter der Gesamtwertung. Die am 2. März 21 Jahre gewordene Hrovat kam viermal in die Top Acht.
  • Weltcupfinale: Der Tenor war eindeutig: Soldeu darf öfter Schauplatz von Weltcuprennen sein, auch eine WM-Bewerbung wird angedacht. Der gesamte Ski-Tross schwärmte in den höchsten Tönen: anspruchsvolle Pisten, perfekte Organisation, freundliche Helfer, volle Zuschauertribünen und Stimmung wie in einem Fußballstadion. Perfekt abgerundet vom strahlend schönen Wetter in der ganzen Final-Woche.

FLOPS

  • Zeitnahme-Skandal: Die Abfahrt von Crans Montana wird nicht nur Nicole Schmidhofer lange in Erinnerung bleiben. Nach Problemen mit der Zeitnahme war die Steirerin erst Dritte, dann Vierte und wurde drei Tage später als Zweite wieder auf das Podest gehoben. Kurioserweise war bei vier Schweizerinnen die elektronische Zeitnehmung ausgefallen, man musste auf Handstoppung zurückgreifen. Der berechnete Korrektur-Faktor war aber irrtümlich subtrahiert statt addiert worden. Grund für den eigentlichen Fauxpas? Zu hoch montierte Fotozellen im Ziel.

  • ÖSV-Riesentorlauf: Bei Österreichs Damen und Herren ist der Riesentorlauf die Problemzone. Von Marcel Hirscher freilich abgesehen, der inklusive Parallel-RTL für vier Siege und zwei zweite Plätze sorgte. Zweitbester im Ranking ist Manuel Feller als 14., der die Saison in dieser Disziplin als Soldeu-Vierter versöhnlich beendete. Dahinter klafft eine große Lücke, was auch der Comeback-Saison vieler Athleten geschuldet ist. Bei den Damen verletzten sich die Killington-Dritte Stephanie Brunner und Anna Veith. Brunner war als Disziplinachte beste Österreicherin, als Zehnte folgte Ricarda Haaser, als Zwölfte Katharina Liensberger.

Ski alpin: Die verletzten Damen

Elisabeth Kappaurer: Schien- und Wadenbeinbruch linker Unterschenkel beim RTL-Training in Saas Fee (Schweiz) Ende September

(c) APA/EXPA/JOHANN GRODER (EXPA/JOHANN GRODER)

Sabrina Maier: Schien- und Wadenbeinbruch bei Speed-Training Mitte November in Copper Mountain (USA)

(c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)

Christine Scheyer: Kreuzband- und Innenmeniskusriss im rechten Knie sowie Impressionsfraktur des Oberschenkels, erlitten am 2. Dezember im Super-G von Lake Louise

(c) AP (Alexandra Wey)

Cornelia Hütter: Knorpelfraktur an rechter Oberschenkelrolle, erlitten am 2. Dezember im Super-G von Lake Louise. 5 Wochen Pause

(c) AP (Frank Gunn)

Katharina Gallhuber: Riss vorderes Kreuzband und Innenmeniskusriss im rechten Knie am 14. Dezember beim Slalom-Training auf dem Semmering

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Mario Kneisl)

Rosina Schneeberger: Außenknöchelfraktur und Operation nach Sturz bei Europacuprennen in Zauchensee im Dezember und acht Wochen Pause

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Wolfgang Grebien)

Stephanie Brunner: Kreuzband- und Innenmeniskusriss links beim RTL-Training am 11. Jänner in Pozza di Fassa

(c) GEPA pictures/ Harald Steiner

Anna Veith: Kreuzbandriss rechts beim RTL-Training am 12. Jänner in Pozza di Fassa

(c) GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Cornelia Hütter: Innenbandeinriss im Knie und Muskelfaserriss in der Wade bei der Abfahrt in Garmisch.

GEPA pictures
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  • Verletzungen: Von kurz vor dem Weltcupauftakt in Sölden bis zum Finale in Soldeu gab es verletztungsbedingte Ausfälle prominenter Läufer, teils nur partiell, teils für die ganze Saison. Die - unvollständige - Liste von schwerer Verletzten geht über Sofia Goggia (ITA), Lindsey Vonn (USA), Jean-Baptiste Grange (FRA), Manuel Osborne-Paradis (CAN), Thomas Dreßen (GER), Andreas Sander (GER), Marc und Michelle Gisin (SUI), Stefan Luitz (GER), Lara Gut (SUI), Ragnhild Mowinckel (NOR) sowie aus dem ÖSV u.a. Anna Veith, Cornelia Hütter, Christine Scheyer, Katharina Galluber, Stephanie Brunner, Marco Schwarz und Max Franz.

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