Sie hatte ein Abo auf Platz eins bei der Wahl zur „Sportlerin des Jahres“ in Slowenien. Sie war die Erste, die vor acht Jahren ein eigenes Ski-Team ums sich scharrte, um damit den alpinen Weltcup aufzumischen. Sie hält mit 2414 Zählern (Saison 2012/13) den Punkterekord bei Damen und Herren für den Weltcup-Gesamtsieg. All diese Dinge wird Tina Maze nie mehr genießen können. Die 33-Jährige beendet im kommenden Winter ihre sportlich so erfolgreiche Karriere.

Der Abschied ist ein langer, denn er begann am 7. Mai 2015. Da gab die Slowenin bekannt, sich ein Jahr Auszeit zu nehmen und sich danach endgültig zu entscheiden wie es weitergeht. Diese Entscheidung hat das Hobby-Model jetzt getroffen. Offiziell macht sie diese bei einer internationalen Pressekonferenz am 20. Oktober in Sölden. Fest steht: Nach dem WM-Winter 2016/17 geht Maze in die Sport-Penison.

Letztes Rennen in Marburg

Bis dahin absolviert die Weltcup-Gesamtsiegerin 2012/13 nur noch einige ausgewählte Rennen. „In Sölden fährt sie sicher nicht. Sie trainiert aber, um zwei, drei ausgewählten Abfahrten in der kommenden Saison zu bestreiten. Das macht Tina nicht, um im Weltcup etwas zu bewegen, sondern nur als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in St. Moritz. Da hat sie als Titelverteidigerin in der Abfahrt einen Fixplatz. Den will sie nützen, um sich von der großen Bühne zu verabschieden“, weiß Jurij Zavrsnik von der slowenischen Sportzeitung „Ekipa“, den zweiten fixen Startplatz in der Alpinen Kombination nimmt sie nicht mehr in Anspruch.“

Ihr letztes Weltcup-Rennen wird die Doppel-Olympiasiegerin von Sotschi 2014 zu Hause bestreiten. „Tina fährt am 7. Jänner den Riesentorlauf in Marburg. Das ist ihr offizieller Weltcup-Abschied. Beim Slalom am 8. Jänner ist sie nicht mehr dabei“, verrät Zavrsnik. Die Vorbereitung auf die kurze aktive Abschiedstour absolviert Maze, wie immer, mit Trainer und Lebenspartner Andrea Massi. „Im Vergleich zu den vergangenen Jahren macht sie sehr wenig, trotzdem ist sie fit. Auf Schnee war Tina aber noch nie, sie arbeitet nur im Kraft- und Konditionsbereich“, weiß der Sport-Reporter.

Kein Kind in Planung

Noch zwei Dinge stehen fest: Ein Kind ist nicht in Planung und als Lehrerin, Maze hat alle Prüfungen erfolgreich abgelegt, wird sie in nächster Zeit nicht arbeiten.
„Tina denkt daran, in die Schweiz zu gehen und bei ihrer Skifirma Stöckli im Marketing zu arbeiten. Dazu wird sie weiter für die Firmen Fila, da absolvierte sie gerade ein Fotoshooting in Mailand, und Milka tätig sein. Auch das Kommentieren von Damen-Skirennen auf Eurosport will sie weiter machen“, sagt der Maze-Intimus aus Laibach.