Die Ski-Weltcup-Abfahrt der Männer in Wengen war nach einem Sturz von Vincent Kriechmayr mit der Startnummer acht länger unterbrochen worden. Den Oberösterreicher drückte es im Schlussabschnitt vor der letzten Rechtskurve nach hinten, er verlor daraufhin die Kontrolle und konnte sich nicht auf den Beinen halten. Kriechmayr schlug heftig in das Sicherheitsnetz ein, konnte dann aber bald selbstständig aufstehen.
Der Oberösterreicher war sichtlich benommen, konnte den Zielhang dann aber doch auf einem Ski ins Ziel fahren. Dort musste er dann aber von Betreuern gestützt werden und humpelte stark. Offenbar in Mitleidenschaft gezogen: das rechte Knie. Ob es sich um eine schwerwiegende Verletzung handelt, ist noch nicht bekannt. Der Oberösterreicher wurde, als das Rennen noch im Gange war, bereits mit einem Helikopter nach Österreich geflogen, um genau untersucht zu werden. Kriechmayrs Gefühl zu seinem rechten Knie? Eine mehr als ungewisse Handbewegung.
Laut Cheftrainer Marco Pfeifer klagte Kriechmayr über starke Schmerzen im Knie. „Es war natürlich schon ein kräftiger Sturz. Er ist da harte Kampflinie gegangen“, sagte Pfeifer. „Ich hoffe auf das Beste.“
Die Abfahrt hatte mit einer 15-minütigen Verspätung begonnen, nachdem am Vormittag heftiger Föhnwind gewütet hatte. Es gab Schneeverwehungen und Infrastruktur auf der Rennstrecke wurde beschädigt. Dazu musste der Betrieb jenes Sessellifts, den die Athleten benutzen, einige Zeit eingestellt werden.