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Mario Sonnleitner vom SK Rapid Wien im Interview: "Wir wollen nicht ewig Zweiter oder Dritter werden"

Seit dem Karriereende von Rapid-Ikone Steffen Hofmann ist Mario Sonnleitner mit knapp zehn Jahren in grün und weiß der dienstälteste Spieler der Hütteldorfer. Im Interview mit SPOX Österreich spricht der 33-Jährige über den Umgang mit Anfeindungen ob seiner kontroversen Wechselhistorie, die europäische Stärke des SK Rapid und über seine Überzeugung, in den nächsten ein, zwei Jahren einen Titel zu holen.

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Zudem erzählt der Steirer, wie er mit seinen kürzlich erlittenen Verletzungen umging, wie der Trainingsalltag in Zeiten von Corona aussieht und warum es nie zum Nationalteamdebüt reichte.

Herr Sonnleitner, wie geht es Ihnen nach Ihrer Kieferverletzung ?

Mario Sonnleitner: Sehr gut. Ich habe natürlich von der spielfreien Zeit profitiert. Es ist alles gut verheilt, einen Zahn wollen wir noch retten, zwei mussten leider ersetzt werden. Es schaut aber ganz gut aus, ich bin wieder voll einsatzfähig. Ich werde mir noch einen speziellen Mundschutz organisieren.

Wie genau kam es zu der Verletzung?

Sonnleitner: Ercan Kara wollte im Training knapp vor der Torlinie den Ball ins Tor köpfen, kam aber ein bisschen zu spät und rammte mir bei meiner Klärungsaktion seine Schulter in den Kiefer. Es war eine unglückliche Aktion, bei der ich einen heftigeren Schaden davongetragen habe, aber so etwas passiert leider im Fußball.

Letzten Sommer hatten Sie bis in die Saison hinein mit einer Adduktorenverletzung zu kämpfen, es war dies der erste längere Ausfall Ihrer Karriere. Wie gingen Sie damit um?

Sonnleitner: Leider Gottes war das eine ziemlich schlimme Verletzung, ein Adduktorenabriss. Dadurch, dass das Schambein auch ein bisschen betroffen war, hatte ich damit länger zu kämpfen. Mittlerweile ist die Verletzung ausgeheilt und ich bin froh, dass ich mich nun wieder so fühle, wie zuvor - das war nicht immer so zu abzusehen.

Sonnleitner: "So eine Situation ist zuerst einmal ein Schock"

Kürzlich stieg die Mannschaft in Kleingruppen wieder ins Training ein. Konnten Sie beim einen oder anderen Mitspieler ein "Corona-Wamperl" entdecken?

Sonnleitner: (lacht) Nein, da waren alle sehr brav. Wir haben unser Heimprogramm sehr gewissenhaft und vorbildlich durchgezogen.

Wird aufgrund des wiederaufgenommenen Trainings bezüglich Kurzarbeit nun etwas angepasst?

Sonnleitner: Bis wir wieder im vollen Mannschaftstraining stehen und ein Termin für den Meisterschaftsstart feststeht, wird das noch so weiterlaufen. Es war wichtig, dass wir den Verein in dieser Zeit unterstützen und wir die Krise zusammen überstehen konnten.

Zusätzlich zur Kurzarbeit hat die gesamte Mannschaft freiwillig auf einen Teil Ihres Gehalts verzichtet. War es als Mitglied des Spielerrats schwierig, alle Spieler davon zu überzeugen?

Sonnleitner: Natürlich ist so eine Gesamtsituation zuerst einmal ein Schock. Wenn einem Fußballverein die Geschäftsgrundlage entzogen wird, birgt das extreme Probleme. Rapid hat einen sehr hohen Zuschauerschnitt. Wenn diese Einnahmen wegfallen, ist das für den Verein natürlich sehr schwer. Wir haben schnell verstanden, dass es sehr wichtig ist, auf noch ein bisschen mehr zu verzichten, damit der Klub ohne grobe Probleme durch diese Zeit kommt. Alle Spieler haben da voll mitgezogen, da bin ich sehr stolz drauf.

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Sonnleitner: "Die Frequenz im Kleingruppentraining ist höher"

Wie sieht aktuell nun der Trainingsalltag aus?

Sonnleitner: Wir sind auf fünf Gruppen zu je fünf oder sechs Spielern aufgeteilt. Diese Gruppen trainieren gesondert und getaktet auf zwei verschiedenen Plätzen am Trainingsgelände des Allianz-Stadions, damit immer genügend Zeit dazwischen ist, um sich nicht unnötig über den Weg zu laufen. Das funktioniert hervorragend. Ansonsten unterscheidet sich der Alltag nicht sonderlich vom normalen Training. Wir bestreiten halt keine Zweikämpfe. Wir trainieren Passfolgen, taktische Elemente, Schießen, Sprints - wir können viel angehen. Es ist gut, dass wir am Platz stehen, da das einen ganz anderen Wert hat, als wenn man nur bieder alleine läuft. Die Qualität ist sehr gut und die Frequenz ist sogar höher, da man zu fünft viel mehr Ballkontakte hat.

Mit wem trainieren Sie in einer Kleingruppe?

Sonnleitner: Wir schauen, dass Spieler verschiedener Positionen in den Gruppen sind. Ich bin mit Stefan Auer, Christoph Knasmüllner, Taxiarchis Fountas und Srdjan Grahovac gemeinsam. In dieser Zeit wächst man mit diesen Spielern auch zusammen.

Lassen Sie uns Ihre Karriere ein wenig Revue passieren. In der Jugend waren Sie als Stürmer mit "europäischer Weltklasse" gesegnet, weshalb Sie zum Verteidiger umfunktioniert wurden. Hätten Sie es auch als Stürmer zum Profi gebracht?

Sonnleitner: (lacht) Meine damaligen Akademietrainer beim GAK meinten, dass ich in der Verteidigung stärker wäre. Ich schoss in der Jugend eigentlich relativ viele Tore, aber akzeptierte das natürlich, da meine Chancen, wirklich etwas zu erreichen, als Verteidiger größer waren. Ob ich es auch als Stürmer geschafft hätte, ist schwer zu sagen. Als Verteidiger konnte ich schnell die Schritte zum Profi machen.

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Anfeindungen? "Meine Eltern trifft so etwas härter als mich"

Ihre ersten Sporen verdienten Sie sich beim GAK, nach dem Konkurs ging es zu Sturm. War der Gang in die Regionalliga jemals eine Option oder war Ihnen der Schritt zum Stadtrivalen lieber?

Sonnleitner: Ich bestritt für den GAK viele Spiele in der Bundesliga und war auch im Nationalteam dabei. Deshalb war es wichtig für mich, in der höchsten Liga zu bleiben - und damals war die beste Adresse Sturm Graz. Ich wusste, dass dieser Schritt nicht so einfach ist, für mich war es aber die beste Option, um mich weiterzuentwickeln.

Ein paar Jahre später wechselten Sie schließlich zu Rapid, ein weiterer sehr kontroverser Wechsel innerhalb Österreichs. Wurden Sie im Laufe Ihrer Karriere ob Ihrer Wechsel auch einmal angefeindet?

Sonnleitner: Natürlich sorgten meine Wechsel für viel Aufruhr. Schon als ich vom GAK zu Sturm wechselte, war ich beim harten Kern der Sturm-Fans nicht so beliebt. Als ich nach guten Leistungen im letzten Vertragsjahr zu Rapid wechselte, verstanden sie das damals auch nicht. Ich habe diese Schritte aber so gesetzt, weil ich dachte, dass sie die richtigen für meine Karriere sein würden und damit bin ich sehr gut gefahren. Ich komme mit Beschimpfungen sehr gut klar, auch wenn es hin und wieder sehr mühsam ist. Es gilt das Recht auf Meinungsfreiheit und selbst wenn es unter der Gürtellinie ist, halte ich das aus. Schlimm ist es nur, wenn sich die Beleidigungen gegen meine Familie richten. Alle Entscheidungen, die ich traf, waren meine eigenen, meine Eltern hatten damit nichts zu tun. Die trifft so etwas viel härter als mich.

Im Sommer 2010 verließen Sie den SK Sturm, ein Jahr später wurden die Grazer Meister. Wie bitter war das für Sie?

Sonnleitner: Vor meinem Wechsel holten wir in Graz den Cuptitel. Ich kannte noch einige Spieler und fieberte mit, für Franco Foda und sein Team war das ein toller Erfolg. Natürlich wollten wir mit Rapid besser abschneiden, das gelang uns aber nicht, weshalb es mich freute, dass Sturm Meister wurde.

Sie sind nun seit fast zehn Jahren bei Rapid. Sie wurden vier Mal Vizemeister und standen zweimal im Cupfinale. Am Anfang dieser Saison sagten Sie in einem Interview : "Es kann einfach nicht sein, dass ich hier keinen Titel hole." Wieso reichte es bislang nie zum großen Coup?

Sonnleitner: Wir waren oft sehr knapp dran, beispielsweise unter Zoran Barisic oder unter Peter Schöttel. In den entscheidenden Phasen, als es um den Meistertitel ging, konnten wir die Schnittpartien leider nicht für uns entscheiden. Ich erinnere mich an das Spiel im Hanappi-Stadion, als wir gegen Salzburg mit 0:1 verloren und Torschütze Stefan Maierhofer zuvor eigentlich ausgeschlossen hätte werden müssen (Anm. d. Red.: 33. Spieltag Saison 2011/12, mit einem Sieg hätte Rapid mit Salzburg gleichziehen können) . Das sind halt so Münzwürfe, die nie für uns ausgefallen sind. Auch die Cupspiele waren sehr eng, da setzte sich die Qualität der Salzburger durch. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass wir es schaffen können, in den nächsten ein, zwei Jahren einen Titel zu holen.

Im selben Interview sagten Sie auch: "Für uns gibt es nur die Liga und den Cup, während andere in Europa spielen. Warum sollten wir nicht Meister werden?" Denken Sie, konnten Sie in dieser Saison bislang zu wenig Kapital daraus schlagen, nicht international vertreten gewesen zu sein?

Sonnleitner: Im Vergleich zu den Vorjahren haben wir einen sehr guten Punkteschnitt. LASK und Salzburg haben einfach trotz Doppelbelastung unglaublich performt. Die sind in einem Flow, der seinesgleichen sucht. Kompliment an diese beiden Mannschaften. Wir wissen aber, dass wir dran sind und werden weiter versuchen, so nahe wie möglich heranzukommen.

Glauben Sie heuer also noch an den Titel?

Sonnleitner: Würde ich nicht daran glauben, bräuchte ich nicht mitspielen. Wenn wir in diesen "dritten Neustart" gut hineinstarten, ist alles möglich. Wir versuchen, das Maximum herauszuholen. Wir wollen nicht ewig Zweiter oder Dritter werden.

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Rapid-Trainer? "Kontinuität hätte mehr Konstanz gebracht"

Sie haben ihn Ihrer Zeit bei Rapid sieben verschiedene Trainer miterlebt. Hätte mehr Kontinuität auf diesem Sektor in den letzten Jahren möglicherweise eher einen Titel gebracht?

Sonnleitner: Kontinuität hätte auf alle Fälle mehr Konstanz gebracht. Man muss das differenziert sehen: So wie wir Spieler Fehler machen, trifft auch ein Verein ab und zu Entscheidungen, wo ein Trainer oder ein Sportdirektor zu früh entlassen oder auf das falsche Pferd gesetzt wird. Wir haben eine eigene, sehr gute Dynamik beim Verein, die aber etwas schnelllebig ist. Wir sind aber auf dem richtigen Weg, haben aus den Fehlern gelernt und konzentrieren uns auf die Gegenwart und die Zukunft.

Trotz mangelnder Titel erlebten Sie bei Rapid - besonders international - durchaus erfolgreiche Zeiten. Was sind Ihre persönlichen Highlights?

Sonnleitner: Jedes internationale Spiel war ein Highlight. Wir waren in den letzten zehn Jahren sechs Mal in der Europa League vertreten, das ist schon sehr gut. Dabei waren wir nicht immer gesetzt und konnten sehr starke Gegner eliminieren. Wir konnten auch zwei Mal die Gruppenphase überstehen, das darf man nicht zu minder bewerten. Das erste Highlight war für mich natürlich das Play-Off-Spiel gegen Aston Villa 2010, als ich ein Tor erzielte und wir den Aufstieg in England fixieren konnten. Aber auch die Spiele gegen die Glasgow Rangers oder die K.O.-Partien gegen Steaua Bukarest und Slovan Bratislava waren sehr besonders. Da sind wir als Mannschaft in einer schwierigen Phase zusammengestanden. Das Duell gegen Ajax Amsterdam war natürlich einer der unglaublichsten Momente. Da waren sehr viele Highlights dabei.

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Sonnleitner: "Mentaler Druck ist international nicht so stark"

Warum schafft es Rapid im Gegensatz zu Spielen gegen national vergleichbare Teams so oft, international stark aufzuzeigen?

Sonnleitner: Wir haben immer sehr viel Qualität und Potential in unserem Kader. Auch wenn wir es nicht immer schaffen, das in der Liga rüberzubringen, spielen wir international immer am Leistungsmaximum. Auch der mentale Druck, der hin und wieder in der Liga vorherrscht, ist international nicht so stark. Durch die Unterstützung unserer Fans konnten wir somit viele Spiele gewinnen. Das ist wirklich eine großartige Leistung.

Sie tragen bei Rapid seit jeher die Rückennummer 6 - wie kommt man als Verteidiger zu dieser Zahl?

Sonnleitner: Eigentlich wollte ich die 5 nehmen, die war durch den vorigen Träger Peter Schöttel aber für zehn Jahre gesperrt. Da ich bei Sturm die 4 und beim GAK die 3 hatte und mir für jeden Abschnitt eine neue Nummer suche, nahm ich die 6.

Mit Christopher Dibon und Maximilian Hofmann gibt es zwei Spieler, die jeweils über 90 Spiele Seite an Seite mit Ihnen gespielt haben. Wie ist Ihr Verhältnis zu den beiden?

Sonnleitner: Wir drei kennen uns schon so lange, mit beiden habe ich einen sehr guten Partner an der Seite. Wir sind auch abseits des Platzes gute Freunde. Jeder weiß, was der andere kann und wo er seine Schwächen hat, wie er spielt und tickt. Wir haben ein sehr gutes Verständnis untereinander.

Sie durften einige Generationen an Rapid-Kickern hautnah miterleben - wer hinterließ bei Ihnen am meisten Eindruck?

Sonnleitner: Louis Schaub ist ein großartiger Spieler, dem ich sehr gerne zuschaute. Auch Florian Kainz. Mit Yusuf Demir gibt es jetzt auch einen richtig guten Spieler, der noch Zeit braucht. Veli Kavlak hat mir am Anfang richtig imponiert. Und natürlich Steffen Hofmann. Er ist eine Ikone im Verein, von dem ich auf und abseits des Platzes viel lernen konnte. Er half mir sehr viel, als ich noch jünger war. Ich habe aber mit so vielen guten Spielern zusammengespielt, dass ich jetzt sicher einige vergessen habe.

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Sonnleitner: "Adi Hütter ist ein großartiger Mensch"

Gegen den SK Sturm konnten Sie Ihre Stürmerqualitäten am häufigsten andeuten, erzielten bislang fünf Tore und drei Assists und wurden zwei Mal ausgeschlossen. Gegen keinen anderen Klub sammelten Sie mehr Scorerpunkte und nur gegen Sturm wurden Sie mehr als einmal vom Platz verwiesen. Gibt es etwas, was Sie den Grazern heimzahlen wollen?

Sonnleitner: Heimzahlen will ich überhaupt nichts. Natürlich sind diese Duelle durch meine Vergangenheit für mich sehr emotionsgeladene Spiele. Sturm gegen Rapid ist mittlerweile zu einem richtigen Klassiker geworden, wo sehr viel Rivalität herrscht. Diese Emotionen kommen auch beim Spieler an. Die Spiele sind de facto immer ausverkauft, da will man natürlich an die Leistungsgrenzen gehen - und dann passieren halt Tore, Assists und Fehler mit Ausschlüssen.

Sie sind mit dem Ziel nach Hütteldorf gewechselt, Nationalteamspieler zu werden. Weshalb hat das bis dato nicht geklappt?

Sonnleitner: Aus vielen Gründen. Die Chance war schon sehr groß, von Rapid ins Nationalteam zu kommen. Unter Josef Hickersberger war ich ja schon dabei, verpasste leider die Euro 2008 aufgrund meiner Verletzung und dann kam der Teamchefwechsel. Auf meiner Position kam Sebastian Prödl dann relativ schnell empor. Ich brachte bei Rapid zwar gute Leistungen, aber die Teamchefs präferierten andere Spieler und so blieb das leider auch über die nächsten Jahre. Es wird jetzt auch kein Einsatz mehr folgen, da ich mich jetzt doch schon in einem höheren Alter befinde. Schade, aber so ist das Leben. Ich bin mit meiner Karriere trotzdem sehr zufrieden.

2016 zeigten die Young Boys Bern Interesse an einer Verpflichtung von Ihnen. Wie knapp war es damals?

Sonnleitner: Es war schon konkreter. Mit dem damaligen Trainer Adi Hütter spielte ich schon bei meiner Leihe in Kapfenberg zusammen. Er war mein erster Kapitän im Profi-Bereich und erkannte meine Qualitäten. Ich war 17 Jahre alt, er half mir sehr viel weiter und ich konnte viel von ihm mitnehmen. Er ist ein großartiger Trainer und ein großartiger Mensch. Letztendlich hatten wir mit Rapid aber das Europa-League-Spiel gegen Valencia vor der Brust und waren in der Meisterschaft knapp dran, Meister zu werden. Deshalb entschied ich mich gegen einen Wechsel ins Ausland.

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GAK, Sturm, Rapid - Karriereende bei der Austria?

Stand sonst einmal ein Wechsel im Raum?

Sonnleitner: In der Phase, als ich nicht so viel spielte, sind klarerweise Anfragen hereingekommen. Ich sah das Kapitel bei Rapid für mich aber noch nicht als beendet, wollte mich durchbeißen und sagte mir, dass meine Zeit wieder kommen wird. Deshalb lehnte ich alle Angebote ab. Alle anderen Anfragen kamen zu Zeitpunkten, als ich die Chance auf Erfolge bei Rapid größer sah, deshalb nahm ich nie ein Angebot an.

Bereuen Sie es, nie im Ausland gespielt zu haben?

Sonnleitner: Nein. Man muss mit dem zufrieden sein, was man erreicht hat. Nachjammern bringt gar nichts. Rapid ist in Österreich der beste Verein, dort muss man einmal über so viele Jahre spielen - die Anforderungen sind sehr groß und die Qualität ist sehr hoch. Ich durfte viele Spiele bei Rapid absolvieren, deshalb gibt es nichts zum Nachtrauern.

Den GAK, Sturm und Rapid haben Sie bereits auf Ihrer Karriereliste stehen - beenden Sie Ihre Karriere bei der Austria?

Sonnleitner: (lacht) Das ist einmal definitiv ausgeschlossen. Meine Wechsel passierten alle aufgrund von besonderen Umständen. Rapid ist meine neue Liebe geworden, ich wechsle sicher nicht zur Austria.

Können Sie sich ein Karriereende bei Rapid also vorstellen?

Sonnleitner: Wir werden sehen, was die Zeit bringt. Ich möchte so lange wie möglich Fußball spielen. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt für das Karriereende, solange ich aber mit der Mannschaft mithalten kann und Spiele bekomme, bin ich bereit dafür, so lange wie möglich für Rapid zu spielen.

Mario Sonnleitners Karriere in Zahlen

Spiele Tore Assists Gelb Gelb-Rot Rot Minuten
344 27 8 38 1 4 29.688
108 3 - 8 - 1 9.404
50 1 - 5 1 - 4.375
37 - - 3 - - 3.227

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