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Christian Jauk von SK Sturm Graz plädiert für Salary-Cap nach US-Modell

Christian Jauk, Präsident des SK Sturm Graz, hat in einer gestrigen Videobotschaft für einen Sinneswandel im Fußball plädiert. Eine Lösung für die österreichische Bundesliga könne laut ihm auch ein Salary Cap wie im US-Sport sein.

© GEPA
 

"Ich appelliere an einen Sinneswandel im Fußball!", meinte Jauk gestern an die Sturm-Anhängerschaft. So erfordere das Corona-Virus nicht nur gesellschaftlich, sondern auch sportlich ein Umdenken bei den Verantwortlichen der Klubs und der Liga.

Dabei prangerte er in der Krone vor allem die große Ungleichheit auf internationalem Parkett an und kritisierte die Entwicklung der Champions League, die "eine geschlossene Gesellschaft der Großen mit VIP-Klub-Charakter" sei.

Auch in der Bundesliga müsse man in solchen Zeiten drastische Schritte unternehmen und eine solidarische Umverteilung anstreben. Ein Mittel könnte laut Jauk dabei das amerikanische Modell des Salary Caps sein: "Wir müssen den Wettbewerb verbessern. Wenn der finanzstärkste Klub ein 20-faches Budget vom schwächsten hat, stimmt die Relation nicht. Es muss ein Maximalverhältnis geben. Eine Lösung wäre eine Obergrenze für das Spielerbudget wie im US-Profisport. Aber das muss solidarisch passieren."

Christian Jauk: "Es muss Lösungen auf allen Ebenen geben"

Demnach unterstütze Jauk auch weiterhin Beschränkungen von Investoren-Einstiegen: "Wir sollten die 50+1 Regel, in der die Mehrheit beim Verein liegt, beibehalten." Doch die finanzielle Kluft müsse mit umfassenderen Mitteln geschmälert werden.

Einen Beitrag könnte von der Politik kommen, wie es etwa im Nachbarland vorgemacht wurde: "Die Schweiz stellt dem Profisport 50 Millionen an unverzinsten Darlehen zur Verfügung, wovon ein Drittel an den Fußball geht. Im ersten Schritt sind kleine Klubs wichtiger, aber es muss Lösungen auf allen Ebenen geben."

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