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Ironman Austria 2014

Die Macher: Stefan Petschnig & Helge Lorenz

Nach 16 Jahren als Ironman-Organisatoren geben Stefan Petschnig und Helge Lorenz die Verantwortung ab. Das Rennen in Klagenfurt sehen sie als gesichert an und widmen sich neuen Aufgaben.

© Weichselbraun/KLZ
 

Zum Glück hatten wir damals keine Ahnung, wie schwer es ist, so eine Veranstaltung auszurichten", damit beginnen die Erinnerungen von Stefan Petschnig und Helge Lorenz an die Anfänge des "Ironman" in Kärnten. 1997, als in Österreich ein Triathlon noch ein spanisches Dorf war, hatten die beiden und Georg Hochegger die Idee, einen Langdistanz-Bewerb zu veranstalten. "Uns kam zugute, dass ich gerade für mein Studium einen Businessplan für einen Triathlon gemacht habe", erinnert sich Lorenz, "ich arbeitete einen Fünf-Jahres-Plan aus, kalkulierte mit einer Teilnehmersteigerung von 300 auf 900 und was so ein Bewerb in der Region bewirken kann." Petschnig ergänzte: "Unsere große Vision war 1000 Aktive. Die war mutig, da es damals fast kein Event in Österreich mit mehr als 400 Athleten gab."

Wie mutig das Trio wirklich war, zeigen einige Zahlen. "Wir wollten gleich mehr Preisgeld zahlen als alle anderen, daher machte unser Budget zwei Millionen Schilling aus. Eine unfassbare Summe, aber wir wollten mehr einfach Preisgeld zahlen. So präsentierten wir uns in der Szene als großes Rennen, auch wenn es noch klein war", berichten Petschnig und Lorenz. "Und daher ließen wir uns die TV-Produktion auch 500.000 Schilling kosten. Das ging aber nur, weil sich der damalige Chef der Kärnten Werbung, Ferdinand Posnik und die Klagenfurter Stadträte Dieter Jandl und Walter Gassner an unsere Idee geglaubt haben."

Von 124 ...

Genützt hat es, was die Anzahl der Teilnehmer betrifft, nichts. Denn nur 124 Verwegene nahmen 1998 die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen in Angriff. Funktioniert hat bei dem ersten Rennen auch nicht viel. Der Führende wurde auf der Radstrecke vom Führungsauto gerammt. Da es auch keine Streckensperre gab, bremste ein Oldtimer-Konvoi die Radfahrer und die Organisatoren vergaßen im Ziel eine Labestation einzurichten.

Das alles konnte den Aufstieg der Veranstaltung nicht stoppen, der hohe Einsatz machte sich für die Organisatoren bezahlt. Sie erhielten sofort die Ironman-Lizenz. "Ohne diese Lizenz hätte wir wohl kein Jahr mehr überlebt. So aber kamen 1999 zum ersten Ironman in Klagenfurt 800 Teilnehmer", sagt das Duo. Bis 2004 wurden ihnen vom Weltverband die Austragungen der Rennen in Frankreich, Monaco und Südafrika übertragen.

Weil die Marke "Ironman" weltweit ständig gewachsen ist, wollte der Weltverband alles unter einem Dach zusammenführen. In Frankfurt wurde eine Europazentrale eingerichtet. "Wir bekamen vom Weltverband ein Angebot und haben unsere Firma an ihn verkauft. Wir beide sind noch bis 2015 die Aufsichtsräte für Österreich", erklären die zwei Klagenfurter. Am Sonntag fällt nach dem letzten Finisher der Vorhang. Nach 16 Jahren "Ironman" legen sie die Führung in Österreich in jüngere Hände.

Lorenz hat eine Eventagentur mit Namen "Triangle" gegründet: "Ich mache Veranstaltungen wie das Bike Festival in Villach, wo beim ersten Mal gleich 1000 Aktive dabei waren. Mein Traum ist ein Event mit mehr als 10.000 Teilnehmern."

... bis 120.000 Athleten

Das hat Petschnig schon geschafft. Er ist beim internationalen Sportmarketing-Unternehmen "Infront Sports & Media" in der Schweiz angestellt: "Wir installierten gerade in Deutschland die größte Firmenlauf-Serie des Landes mit 120.000 Damen und Herren in elf Städten. Das Ziel sind immer die großen Fußball-Stadien." Seine nächste Aufgabe führt ihn alle sechs Wochen nach China: "Ich soll dort für Infront eine 10-km-Laufserie etablieren. Das erste Rennen steigt am 30. August in Peking."

Die Zukunft des "Ironman Austria" in Kärnten sieht das Duo "als gesichert, da die Serie noch immer boomt, die zehnstündige Live-Übertragung des Rennens durch den ORF einen weiteren Aufschwung bringen wird."

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