18-Jährige überraschtQualifikantin Emma Raducanu steht sensationell im US-Open-Halbfinale

Völlig überraschend setzte sich die 18-jährige Qualifikantin im Viertelfinale der US Open gegen die Olympiasiegerin Belinda Bencic aus der Schweiz durch. Alexander Zverev ist ebenso weiter.

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Emma Raducanu konnte es kaum fassen © AFP
 

Die britische Qualifikantin Emma Raducanu hat ihren sensationellen Siegeszug bei den Tennis-US-Open fortgesetzt und erstmals das Halbfinale erreicht. Die 18-Jährige setzte sich am Mittwoch in New York in 82 Minuten mit 6:3,6:4 gegen die 24-jährige Olympiasiegerin Belinda Bencic aus der Schweiz durch. Bei den Männern schaffte der olympische Champion von Tokio den Einzug ins Semifinale. Der Deutsche Alexander Zverev besiegte den Südafrikaner Lloyd Harris (RSA) 7:6(6),6:3,6:4.

Direkt zum Auftakt gab Raducanu im ersten Game ihren Aufschlag ab. Auf der großen Bühne im Arthur-Ashe-Stadium erholte sich die Weltranglisten-150. aber schnell davon und holte sich den ersten Satz nach nur 36 Minuten. Auch im zweiten Durchgang zeigte Raducanu eine abgeklärte Vorstellung und hat damit bei diesen US Open weiterhin noch keinen Satz verloren. Bei ihrem Debüt beim letzten Grand Slam des Jahres trifft sie nun auf die Siegerin der Partie zwischen der Tschechin Karolina Pliskova und Maria Sakkari aus Griechenland.

Raducanu schaffte Historisches: Sie ist erst die dritte Halbfinalistin bei den US Open, die außerhalb der Top 100 rangiert. Vor ihr hatten dies nur die Belgierin Kim Clijsters bei ihrem Comeback-Sieg 2009 und die US-Legende Billie Jean King 1979 geschafft. In Wimbledon hatte Raducanu dieses Jahr ebenfalls überraschend das Achtelfinale erreicht, musste damals aber aufgeben.

Der 24 Jahre alte Zverev feierte mit dem Sieg gegen Harris seinen 16. Sieg in Serie. Nach gut zwei Stunden verwandelte der Favorit aus Hamburg den ersten Matchball gegen den ungesetzten Südafrikaner. Im Halbfinale trifft der Weltranglistenvierte nun auf den Topfavoriten Novak Djokovic aus Serbien oder Matteo Berrettini aus Italien. Zverev steht das vierte Mal in seiner Karriere unter den Top Vier bei einem Grand-Slam-Turnier und peilt seinen ersten Triumph an. Im Vorjahr scheiterte er in New York im Finale am Niederösterreicher Dominic Thiem.

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