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Tennis in MontrealVerkühlter Thiem chancenlos: 3:6, 1:6 gegen Medwedew

Das ging schnell: Nach nur 56 Minuten war Dominic Thiem gegen den Russen Daniil Medwedew ausgeschieden. 3:6, 1:6 verlor die Nummer vier der Welt aus Österreich - und wirkte dabei alles andere als auf der Höhe. Später gestand er eine schwere Verkühlung ein.

Dominic Thiem war gegen Daniil Medwedew chancenlos © AP
 

Das hat sich Dominic Thiem wohl ganz anders vorgestellt. Und die Tennis-Fans natürlich auch. Aber Dominic Thiem, der in Montreal zuvor endlich seinen "Montreal-Fluch" abgelegt und Siege gegen Denis Shapovalov und Marin Cilic gefeiert hatte, ging im Viertelfinale des ATP-1000-Masters-Turniers in Kanada unter. Gegen den Russen Daniil Medwedew setze es ein 3:6, 1:6. Aber: Thiem litt unter einer starken Verkühlung, wie er später erklärte.

Das Positive: So gut wie in diesem Jahr war Thiem eben noch nie auf kanadischem Boden. Das Negative: Thiem wirkte gegen den 23-jährigen Gegner im Vergleich zu den Vortagen saft- und kraftlos. Man vermisste den Willen, die Härte in den Schlägen, die Präzision. Gleich die ersten drei Punkte gab Thiem bei eigenem Aufschlag ab, das Aufschlagspiel gleich dazu. Und nie hatte man das Gefühl, dass der Niederösterreicher diesen schlechten Auftakt wettmachen könnte. Medewedew war in allen Belangen überlegen. 

Thiem schien nicht bei 100 Prozent

Nicht ganz zu unrecht meinte der Sky-Kommentator zwischendurch: "In dieser Verfassung hat Thiem gegen keinen einzigen Top-Ten-Spieler eine Chance." Es war so, auch seinen Aufschlag zum 3:6 gab Thiem ab. Und im zweiten Satz kam es noch dicker: Thiem, antriebslos, ohne positive Emotion, schien einfach nicht auf hundert Prozent zu sein. Man war fast an das Vorjahr erinnert, als er mit einem Infekt zu kämpfen hatte. Da half auch ein "Tweener" nicht.

Logische Folge: Medwedew hatte leichtes Spiel. Zu leichtes. Einen einzigen Punkt machte Thiem in den ersten drei Spielen des zweiten Satzes. Ein Faktum, dass man bei einer gesunden Nummer vier der Welt nicht vermuten würde. Viel besser wurde es danach auch nicht - es gab die beinahe die Höchststrafe, Medwedew hatte bei 5:0 im zweiten Satz schon einen Matchball, doch das Ehrenspiel holte sich Thiem wenigstens. Aber: Ganze fünf Punkte machte Thiem etwa mit seinem zweiten Aufschlag, Breakball gab es für ihn keinen einzigen. Und den Matchball machte Medwedew mit einem Ass mit dem zweiten Aufschlag.

Bleibt nur zu hoffen, dass Thiem tatsächlich nur einen schlechten Tag hatte und nicht wirklich wieder einen Virus eingefangen hat. Man wird es nächste Woche beim nächsten ATP-1000-Masters ins Cincinnati sehen.

"Von mir war es sehr solide, aber ich kann nicht sagen, wie es ihm ging", meinte der 23-jährige Medwedew nach dem Spiel, fügte aber an: "Ich kann mir vorstellen, dass ihn das heute mehrere Leute fragen, ob er voll da war. Aber das soll er beantworten." Und zu seinem Spiel meinte der Russe, der erstmals in den Top Zehn der Welt steht und das mit einer bärenstarken Form untermauert, meinte weiter: "Es funktioniert alles sehr gut im Moment. Es ist mein Spiel, wenig Fehler zu machen und irgendwie bin ich gerade on fire. . . "

Thiem löst auf: "Ich war verkühlt"

Ein wenig nach dem Spiel löste Thiem das Rätsel und bestätigte die Vermutungen. Fit war er definitiv nicht, er litt unter einer Verkühlung, die er sich bald nach der Ankunft aus Kitzbühel zugezogen hatte. "Gestern und vorgestern war es noch okay, ich bin auch relativ locker in die Matches reingegangen. Das hat gut funktioniert. Heute war es am Platz ein bisschen schlechter. Außerdem hat er richtig gut gespielt", erklärte der Niederösterreicher.

Am dritten, vierten Tag sei die Verkühlung immer am Höhepunkt. "Außerdem hat das Ganze mit dem Herreisen und mit dem Jetlag rein in die Verkühlung Kraft gekostet. Heute war ich einfach komplett hin", gestand er. Aber er wollte die Partie nicht w.o. geben, sondern es wenigstens versuchen: "Jetzt werde ich schauen, dass ich bis Cincinnati wieder voll fit werde."

Der Liveticker zum Nachlesen:

Kommentare (11)

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Geerdeter Steirer
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An die Redaktion der Kleinen Zeitung !

Mit der Überschrift kann etwas nicht stimmen !!

"Nach nur 5 Minuten war Dominic Thiem gegen den Russen Daniil Medwedew ausgeschieden."

Bitte um Korrektur , Danke !

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AndiK
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Hat ihn

die Welle wohl abgeworfen.....

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Josef1984
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5minuten

🤔

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Lodengrün
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Flasche leer

Energie Fehlanzeige. Alles abgegeben in Kitz. Um Topergebnisse einzufahren braucht Thiem Energie. Und die hatte er nicht. Schauen wir uns Kitzbühel an. War da ein Topspieler? Man wollte diesen Titel. Ich erinnere mich wer da alles dort aufkreuzte. Heute, - Kanonenfutter. Unser Chanp ist ein Hero. Stimmt alles kann er jeden schlagen. Geht es um alles fehlt ihm halt das bestimmte Etwas. Und das kann man sich weder erarbeiten noch erlernen. Ich ziehe meinen Hut vor ihm. Was er mit den gegebenen Mitteln erreicht hat ist Weltklasse.

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Rick Deckard
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...tja...ist halt kein 250er Turnier...

...

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GordonKelz
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Als wenn er krank wäre....

...steckt was im " Anzug "...?
Gordon Kelz

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DIDIWINGS
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no comment

Chancenlos - lustlos - unmotiviert - peinlich
57 Minuten am Platz und doch nicht vorhanden! Hat beim Zusehen gewirkt als ob er sein Flugzeug nicht verpassen möchte. Eines Thiems unwürdig

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Hazel15
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Na sowas

Hat er doch in den vorigen Runden sooo starke Gegner (von den österr. Medien stark gemacht) gewonnen. Dabei sind Cilic und Shapovalov in vorigen Turnieren nie über die zweite Runde hinaus gekommen, und das gegen leichte Gegner.

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wollanig
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Hast du was besseres zu bieten

als die Nummer 4 der Welt zu sein?

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Hazel15
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Ja

Die TOP 3, denn dann kommt lange nichts. So wie in der Formel 1 die drei top Teams, und eh, wer ist da schon mal die Nr. 4? Fällt Ihnen das spontan ein? So ist bei der Nr. 4 im Tennis. Das Leistungsniveau zu den Top 3 ist eklatant ob Nr.4 oder 20 iat ziemlich egal.

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Sashoma
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Ja

Ena Muslim

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