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Finale ab 11 Uhr im LivetickerAn Thiem soll sich Australien wieder die Zähne ausbeißen

Nach dem verlorenen Doppel führt Österreich im Davis Cup in Graz gegen Australien noch mit 2:1. Die Entscheidung startet heute um 11 Uhr.

Dominic Thiem (Mitte) und Co. sind heute en letztes Mal gegen die Australier gefordert
Dominic Thiem (Mitte) und Co. sind heute en letztes Mal gegen die Australier gefordert © APA/ERWIN SCHERIAU
 

"Wenn mir jemand vor dem Davis Cup gesagt hätte, dass wir mit einer 2:1-Führung in den letzten Tag gehen, dann hätte ich das gerne angenommen. Nachdem wir aber jetzt schon mit 2:0 geführt und den Sack noch nicht zugemacht haben, ist es ein bisschen schade“, analysierte Österreichs Kapitän Stefan Koubek, nachdem Oliver Marach und Jürgen Melzer das Doppel gegen Lleyton Hewitt und John Peers mit 1:6, 4:6, 6:3, 5:7 verloren und damit den ersten Matchball gegen Australien vergeben haben. Damit muss der heutige dritte Tag (11 Uhr) in Graz über den Weltgruppenaufstieg entscheiden.
Wie erwartet hatte sich Australiens Kapitän Hewitt im Doppel selbst aufgestellt. Und der 37-Jährige, der seine Karriere bereits vor zwei Jahren beendet hat, bot eine beeindruckende Leistung und war schlussendlich der Schlüssel zum Erfolg der „Aussies“, die nun noch einmal hoffen dürfen.

„Ich habe mich in den vergangenen Wochen hart darauf vorbereitet, um hier in Graz eine konkurrenzfähige Option für das Team zu sein. Mit diesem Sieg sind wir noch im Rennen und im Davis Cup ist bekanntlich alles möglich“, sagte der ehemalige Weltranglisten-Erste. Wen er nun in den heutigen beiden Einzeln gegen Dominic Thiem und Dennis Novak auf den Platz schicken wird, ließ sich Hewitt allerdings nicht entlocken. Gut möglich, dass John Millman statt Alex De Minaur im ersten Einzel gegen Thiem aufschlägt. Die Frage, ob er sich vorstellen könne, im Falle eines 2:2 das letzte Einzel selbst zu spielen, quittierte Hewitt mit einem Lächeln.

 

Nichts zum Lachen hatten hingegen Marach und Melzer. „Ich war am Anfang zu nervös, habe mir zu viel Druck auferlegt und zu viele Fehler mit der Vorhand gemacht. Und ich war überrascht, wie stark Hewitt retourniert hat“, sagte Marach, der sich nach einem Stich in die Leiste behandeln lassen musste. „Ich hoffe, deswegen nicht länger pausieren zu müssen.“ Und Melzer, für den es bereits der 75. Auftritt im Davis Cup war? „Sie waren näher an den Breaks dran und haben letztendlich verdient gewonnen.“ Aber: „Hätten wir gleich im ersten Game das Break gemacht, hätte es anders aussehen können. Aber das ganze Hätti-tati-wari bringt jetzt nichts mehr.“

"Ich glaube nicht, dass jemand Dominic schlagen kann"

Hinsichtlich der möglichen Aufstellungsvarianten der Australier für den heutigen Schlusstag fand Koubek klare Worte: „Ich glaube nicht, dass sie jemanden in ihrem Team haben, der Dominic schlagen kann. Aber wir werden die Australier keinesfalls unterschätzen.“

Klare Wort fand aber auch Hewitt nochmals – und zwar hinsichtlich der von ihm bereits mehrfach hart kritisierten Davis-Cup-Reform. „Vor allem für die jungen Spieler geht mit der Änderung viel verloren, wie etwa Lektionen für die Karriere und für das Leben. Wenn man in einem vollen Stadion spielt, wo alle gegen einen sind, und auf einem Belag spielen muss, der einem eigentlich nicht liegt, dann kam man daraus sehr viel mitnehmen. Das hat man uns jetzt weggenommen“, wetterte das Tennis-Ass aus Down Under. Nachsatz: „Das Gleiche gilt für die Jugend. Wenn sie ihre Idole kaum noch im eigenen Land sehen können, schadet das dem gesamten Tennis.“

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