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Niederlage nach 4:39 StundenOliver Marach ist "traurig" nach einem "epischen" Finale

Oliver Marach und Mate Pavic mussten sich im Herren-Doppel-Finale von Wimbledon gegen Lukasz Kubot/Marcelo Melo in einem Marathonspiel nach fünf Sätzen und 4:39 Stunden geschlagen geben.

Oliver Marach und Mate Pavic
Oliver Marach und Mate Pavic © APA/AFP/GLYN KIRK
 

Der Grazer Oliver Marach und sein kroatischer Partner Mate Pavic haben in Wimbledon den Titel im Herren-Doppel-Bewerb verpasst. Gegen die polnisch-brasilianische Paarung Lukasz Kubot/Marcelo Melo. unterlag das Duo vor den Augen von Hilary Swank, Cliff Richard oder Martina Navratilova mit 7:5, 5:7, 6:7, 6:3, 11:13.

Nach dem Gewinn des ersten Satzes mussten Marach/Pavic die folgenden Sätze abgeben. Im vierten Satz spielte das Duo groß auf. Der fünfte Durchgang wurde beim Stand von 11:11 und 4:34 Stunden Spielzeit unterbrochen, damit das Dach am Center Court geschlossen werden kann.

228.500 Euro als Trostpreis

Danach ging es schnell. Das entscheidende Break gelang den Siegern, die sich über einen Siegerscheck in Höhe von 400.000 Pfund (rund 457.000 Euro) freuen dürfen, bei Aufschlag Marach, der am Sonntag seinen 37. Geburtstag feiert. Für Marach/Pavic gibt es immerhin noch 200.000 Pfund (rund 228.500 Euro).

Wimbledon: Die besten Bilder vom Herren-Doppel-Finale

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"Ich bin traurig. Es ist hart zu schlucken, wenn man 11:13 im fünften Satz verliert. Das Spiel war episch, muss man sagen", analysierte Marach. Der Steirer weiter: "Wenn man so knapp dran ist am Sieg, dann tut das weh. Vielleicht bekommen wir ja nochmals die Chance." 

Der in Panama lebende Marach hatte nach 15 Doppel-Titeln auf der ATP-Tour im 38. Anlauf erstmals ein Grand-Slam-Finale erreicht. Ein Geschenk zu seinem 37. Geburtstag am Sonntag verhinderten auch die starken Gegner. Marachs polnischer Trauzeuge Kubot und sein brasilianischer Partner (Nummer 4) wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen auch ihr drittes Rasenturnier des Jahres. "Sie sind heuer die Nummer 1. Wir haben voll mit ihnen mitgehalten, das muss uns auch Auftrieb geben", sah Marach mit etwas Abstand auch Positives.

Mit seinem 13 Jahre jüngeren Partner hatte Marach einen 1:2-Satzrückstand wettgemacht. "Wir haben einen sehr guten vierten Satz gespielt, aber danach am Anfang des fünften leider die Chancen nicht genützt. Sie haben ihre zum Schluss dann genützt", sagte der Österreicher. So eine Niederlage sei sehr bitter. "Denn man kann nicht sagen, wer der Bessere war."

Schon das Erreichen des Endspiels, das jedem Spieler umgerechnet rund 113.000 Euro brutto einbrachte, sei sensationell gewesen, befand Marach. "Denn ich habe vorher wegen meiner Handgelenksverletzung gar nicht gewusst, ob ich überhaupt spielen kann", erinnerte der gebürtige Grazer. "Aber es ist tough, das zu schlucken, wenn man 11:13 im fünften Satz verliert." Von aktuell Platz 36 im Doppel-Ranking wird Marach am Montag jedenfalls einen Sprung nach vorne machen.

Pause für Marach

Nach Wimbledon trennen sich die Wege des Duos vorerst für drei Wochen. Marach gönnt seinem Handgelenk und seiner Schulter diese Woche eine Pause und spielt danach mit dem Vorarlberger Philipp Oswald in Gstaad und Kitzbühel. Auf den Hartplätzen in Nordamerika (Cincinnati, Montreal, US Open) setzen Marach und Pavic ihre erst heuer begonnene Partnerschaft (erst zehn gemeinsame Turniere) fort. Pavic hatte bei den US Open im Vorjahr mit Laura Siegemund (GER) den Titel im Mixed-Doppel geholt.

Einziger Doppeltitel

So bleiben Jürgen Melzer (2010 in Wimbledon und 2011 bei den US Open) bzw. Julian Knowle (US Open 2007) die einzigen Österreicher mit einem Doppeltitel bei einem Grand-Slam-Turnier. Knowle war vom Match begeistert:

Kommentare (1)
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critica
1
3
Lesenswert?

Gratulation!

Leider konnten beim Stand von 8:8 vier Breakmöglichkeiten von Marak/Pavic nicht genutzt werden!
Leider konnten die Tennisfans dieses Match auch nicht im Fernsehen mitverfolgen. Auch auf das Endspiel Federer/Cilic müssen alle die nicht bereit sind extra zu bezahlen verzichten. Schlecht für den Sport.
Es müsste ermöglicht werden, zumindest bei bei nationalem Interesse (Beteiligung) diese Sportereignisse gegen vernünftige (leistbare) Rechteabgeltung durch öffentliche Sender übertragen zu dürfen.