UBSC GrazWie der Vater, so der Sohn: Milan Dokmanovic weckt Erinnerungen

Wie sein Vater Milivoj spielt auch Milan Dokmanovic beim UBSC Graz.

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BASKETBALL - BSL, Gmunden vs Graz
BASKETBALL - BSL, Gmunden vs Graz © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Christian Moser)
 

Man muss, zugegeben schon ein eingefleischter Basketballfan, ja fast ein Historiker sein, damit Erinnerungen wach werden, wenn Milan Dokmanovic heute (17.30 Uhr) in Fürstenfeld gegen St. Pölten auf das Parkett läuft. Denn der 20-jährige Basketballer ist der bereits zweite Dokmanovic, der in Graz Körbe wirft. Vater Milivoj spielte vor rund 30 Jahren in Graz – und hat sich in der steirischen Landeshauptstadt und anderswo einen Ruf als giftiger Werfer erarbeitet. „In Ungarn werde ich oft auf ihn angesprochen. Die Leute erzählen mir oft, wie hart er zu verteidigen war. Wenn man ihm fünf Zentimeter zu viel Platz gegeben hat, hat er auch außerhalb der Drei-Punkte-Linie fast alles getroffen“, erzählt Sohn Milan. Kann man vom Dokmanovic-Junior ähnliche Trefferquoten erwarten wie vom Vater? Milan lacht und erstickt alle Hoffnungen im Keim: „Dafür müsste ich 100 Jahre trainieren. Nein, ganz im Ernst: Ich spiele eine andere Position als er.“ Die Dreier-Würfe gehören selten zu seinen Aufgaben, vielmehr ist das Spiel unter und rund um den Korb die Kernkompetenz des 2,06 Meter großen, österreichisch-ungarischen Doppelstaatsbürgers.

Der UBSC Graz ist seine erste Station außerhalb Ungarns und sein erster Klub in der höchsten Liga des Landes. Die anfängliche Unsicherheit war bei seiner ersten Auslandsstation schnell beiseitegelegt. „Jeder kann mit jedem, jeder hilft jedem. Die Chemie ist super“, schwärmt Dokmanovic von seinem neuen Team. In der Vorbereitung hat die Mannschaft sich nicht nur gefunden, sondern mit einem Sieg gegen den heuer personell stark aufgewerteten BC Vienna überrascht. „Wir haben uns da gesagt: Wir schauen nicht auf den Gegner, sondern wollen als Team antreten, jeder für jeden.“ Und genau das, sagt Dokmanovic, ist auch der Plan in der Saison. „Wir können nicht gewinnen, wenn wir nicht als Mannschaft auftreten. Jeder kennt seine Rolle.“

Die Kapfenberg Bulls haben den Saisonauftakt bereits hinter sich gebracht. Gegen die Klosterneuburg Dukes setzte es eine knappe 77:78-Niederlage für die Mürztaler vor eigenem Publikum. 33 Sekunden vor Schluss erzielten die Gäste den spielentscheidenden Zweipunkter. In den letzten Sekunden der Partie vergaben Kareem Jamar und Nemanja Krstic jeweils ihre Wurfversuche. Dafür durften die Damen von UBI Graz jubeln – auswärts bei den Timberwolves siegten die Steirerinnen klar mit 66:42 und feierten so den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

Damen-Superliga, heute: UBSC-DBBC Graz – Vienna United (14). – 2. Bundesliga Herren: Fürstenfeld Panthers – Eisenstadt 86:80 nach 2. Verlängerung (73:73, 65:65, 34:28); heute: Wörthersee P. – Futureteam Steiermark (17)

 

 

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