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Dramatisches FinaleKapfenberg neuerlich Basketballmeister

Die Kapfenberg Bulls haben sich den sechsten Titel der Vereinsgeschichte gesichert. Im sechsten Spiel der Finalserie feierte die Mannschaft von Trainer Mike Coffin nach Verlängerung einen 95:92-Sieg in Gmunden.

BASKETBALL - ABL, Gmunden vs Kapfenberg
© GEPA pictures
 

„We are the champions!“ Nach 2001, 2002, 2003 2004 und 2017 haben sich die Kapfenberg Bulls 2018 zum sechsten Mal den österreichischen Titel im Herrenbasketball gesichert. In einer anfänglich zittrigen sechsten Final-Partie feierten die Steirer einen 95:92-Sieg und entschieden die Serie mit 4:2 für sich. Kapfenberg holte damit nach dem Cup-Erfolg auch das Double (Titel und Cup) in Gmunden.

Es war ein unsicherer Start der Kapfenberg Bulls im sechsten Spiel der Finalserie. Sieben Versuche der Bulls blieben ungenutzt und zu allem Überdruss schmerzte die Schulter von Jozo Rados nach einem Zusammenprall. Die Bullen hatten eine klassische Ladehemmung und produzierten Fehlwürfe und Ballverluste am laufenden Band. 3:48 Minuten sollte es dauern, bis Marck Coffin die ersten Punkte („Dreier“) für den Titelverteidiger geholt hatte. Gmunden wirkte in der ersten Phase konzentriert und gefasster. Es schien, als würde die Last des möglichen Titels schwer auf den Schultern lasten.

Basketball: So feierte Kapfenberg den Titel

Es war ein hartes Duell in Gmunden.

(c) APA/EXPA/ROLAND HACKL (EXPA/ROLAND HACKL)
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Trainer der Bulls: Mike Coffin

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So sehen Sieger aus

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MVP: Bogic Vujosevic

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Die Übergabe des Pokals

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Apropos Schulter: Radoz musste nach fünf Minuten in die Kabine, die Schmerzen waren zu groß. Da stand es gerade einmal 6:3, denn Gmunden vergab ebenfalls. Ein „Zweier“ von Coffin brachte die Bullen wieder voll ins Spiel. Gmunden konnte die Unsicherheiten der Bullen in dieser Phase nicht nutzen, denn sie begannen selbst, die Bälle einfach wegzuwerfen – daher lief die Partie für die Steirer nicht aus dem Ruder. Rados kam in die Halle zurück, wurde mit einer Salbe behandelt und nahm vorerst auf der Bank Platz.

Das Spiel ging permanent hin und her und die Führung wechselte in dieser Phase beinahe mit jedem Angriff. Zur Erleichterung der Kapfenberger kam plötzlich Brian Oliver nach drei katastrophalen Spielen wieder in Wurflaune. Wenig Laune machte allerdings Rados: Er holte sich gleich einmal drei Fouls im ersten Viertel ab.

Beide Mannschaften waren im Spiel angekommen und beide mussten sich jeden Korb erarbeiten. Es wurde der zu erwartende Kampf mit einem mäßigen spielerischen Niveau. Enis Murati war wieder der Dreh- und Angelpunkt der Gmundener, er fand oft den deutschen „Titan“ Tino Klette. Nerven kostete im zweiten Viertel eine massive Verzögerung durch den Schreibertisch: Anzeigetafel und Shot Clock funktionierten nicht.

Bogic Vujosevic setzte sich nach der Unterbrechung in Szene und fast jeder Angriff der Kapfenberger lief über den Regisseur und auf der anderen Seite blieb Murati „on fire“. Mit schnellen Kontern blieben die Kapfenberger am Drücker und durften sehr oft an die Freiwurflinie. Das Spiel wurde besser, die Trefferquote stieg. „Wir kennen uns sehr gut und bestrafen uns gegenseitig für jeden Fehler“, sagte Bogic in der Pause. Da lagen die Bullen mit 42:41 in Führung.

Wie schon in den vergangenen Partien dieser Serie nutzten die Bullen eine Pause, um Schwung zu nehmen. Das Spiel stand an der Kippe und Gmunden musste alles in die Waagschale werfen, um nicht vorzeitig k.o. zu gehen. Klette war immer wieder mit seinem mächtigen Körper zur Stelle, die Swans egalisierten mühevoll den Rückstand und die Nerven der Bullen begannen schon wieder zu flattern.

Es ging hin und her

Zum wiederholten Mal waren die Bullen nicht in der Lage, einen Vorsprung zu nutzen und liefen plötzlich wieder hinterher. Die Gmundener gingen mit einem Vorsprung von vier Punkten in den finalen Durchgang. Das Spiel schien den Bulls zu entgleiten. Plötzlich lagen die Gmundener 8 Zähler vorne – 9:25 Minuten vor Ende war es die höchste Führung. Vor allem von der Freiwurflinie waren die Kapfenberger an diesem Tag nicht ganz auf der Höhe, und individuelle Fehler verbesserten die Situation auch nicht gerade.

Gmundens Fans kochten nach einigen Entscheidungen der Unparteiischen, warfen Becher auf das Feld. Die Situation drohte zu eskalieren. Kapfenberg nutzte die gegebenen Chancen und schlich sich wieder heran. Jamar ließ dann die mitgereisten Fans laut in die Pfiffe der Gmundener jubeln. Er stellte auf 68:67 – Kapfenberg war wieder im Geschäft.

Gmunden gab aber wieder nicht auf und bewies zum wiederholten Male, dass Aufgeben keine Option ist. Knapp zwei Minuten vor dem Ende lagen die Schwäne mit vier Punkten in Führung. Die Halle stand und Vujosevic verkürzte 1:38 vor dem Ende auf minus zwei. Toni Blazan warf einen „Dreier“ für Gmunden und auf der Gegenseite patzte wieder einmal Oliver. 42 Sekunden auf der Uhr und Kapfenberg lag fünf Punkte hinten – es musste was passieren.

Ein schwerer Patzer von Klette – er fing einen Ball im Out - brachte drei Sekunden vor Schluss die Chance auf den Ausgleich und es ging in die Verlängerung, denn Vujosevic traf per Freiwurf zum 84:84. Einige Spieler mussten da nach fünf Fouls schon zusehen und so fehlte es am Ende ein bisschen am System und die Nerven lagen blank.

In der Overtime fiel die Entscheidung zwei Sekunden vor dem Ende, als die Gmundener einen potenziellen Dreier verwarfen. Kapfenberg stand wiederum als Meister fest.

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