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American FootballThomas Schaffer hofft auf eine rot-weiß-rote Premiere im NFL-Draft

Defensive End Thomas Schaffer könnte als erster Österreicher im NFL-Draft ausgewählt werden. Auch Bernhard Seikovits und Leonel Misangumukini hoffen darauf.

Thomas Schaffer will in der NFL Jagd auf Quarterbacks machen
Thomas Schaffer will in der NFL Jagd auf Quarterbacks machen © CRAIG MITCHELLDYER/ISI PHOTOS
 

Freudentränen, Überraschungen und die zukünftigen Stars des American Football - beim Draft der National Football League NFL, der in der Nacht auf Freitag startet, werden die Weichen für die kommende Saison gestellt. Die 32 Teams der NFL wählen in den nächsten Tagen die besten Nachwuchsspieler aus dem College und erhoffen sich dabei, den nächsten Superstar zu wählen. Hoffnung spielt auch bei Thomas Schaffer eine große Rolle. Der Wiener könnte als erster Österreicher überhaupt im NFL-Draft ausgewählt werden. "Ich habe genug auf das Tape gebracht, sodass ich mit einem guten Gefühl in den Draft gehe", meinte Schaffer zu seinen Chancen.

In sieben Runden werden die Nachwuchshoffnungen ausgewählt. Die besten Athleten gehen dabei in der ersten Runde. Mit Quarterback Trevor Lawrence scheint auch der erste Pick im diesjährigen Draft bereits fix. Die Jacksonville Jaguars brauchen einen Spielmacher und haben mit Lawrence das wohl größte Talent der vergangenen Jahre auf dem Plan. Für Schaffer wird es erst in den späteren Runden interessant, das weiß er selbst auch. Der 24-Jährige hofft, dass er zwischen der vierten und siebenten Runde ausgewählt wird. "Es braucht nur ein Team, das sich in mich verliebt", sagt er. "Generell habe ich eine gute Chance, weil ich ebenso lang und athletisch für die Größe bin. Das ist sehr attraktiv für die Teams.

Der Defensive End von den Stanford Cardinals war der erste Österreicher, der in der höchsten Spielklasse am College aktiv war. In der Saison 2020 kam er in nur sechs Spielen auf 20 Tackles, vier Tackles for Loss und drei Sacks - in der letzten Kategorie führte er sein Team sogar an. Mehr Spiele gab es aufgrund der Corona-Pandemie nicht. "Das hat mir generell geschadet", meinte der Wiener. "Mein Coach hat gesagt, dass ich in jedem Spiel besser geworden bin. Die ersten beiden Spiele waren schon gut. Ab dem dritten Spiel bin ich dann in ein anderes Level hochgefahren. Was hätte ich machen können, wenn wir noch sechs Spiele mehr gehabt hätten?"

Neben der Statistiken könnten vor allem seine Körpermaße Interesse wecken. Schaffer misst 2,01 Meter bei 136 Kilogramm. Der Weg in den Profisport war also vorprogrammiert. "Ich war mit 13 Jahren schon 1,95 Meter groß. Ich war viel zu groß für alle Sportarten und habe nichts gefunden, was funktioniert hat." Mit 15 Jahren spielte er bereits im Nachwuchs-Nationalteam.

Auch wenn er im diesjährigen Draft nicht ausgewählt wird, will der Defensive End den Traum von der NFL nicht aufgeben und sein Glück als ungedrafteter Rookie versuchen. "Einige der besten Spieler in der NFL sind undrafted gewesen", sagt er. "Was wirklich zählt, ist aber die Leistung in den Camps." Mit Tight End Bernhard Seikovits und der Defensive Liner Leonel Misangumukini versuchen außerdem zwei weitere Österreicher über das International Player Pathway Program in die NFL zu kommen. Sandro Platzgrummer gelang das. Der Runningback steht im Kader der New York Giants.

 

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