Formel 1Mercedes und Ferrari lüften ihr Geheimnis

Am Donnerstag präsentierten die beiden Hauptdarsteller der Formel 1 ihre Autos für 2018. Nach Mercedes in Silverstone hob Ferrari in Maranello den Vorhang

© Ferrari
 

Wird der neue Ferrari SF71H Mercedes endlich Paroli bieten? Eine Frage, die man wohl erst beim Saisonstart in Melbourne am 25 März beantworten wird können. Das neue Auto von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen ist eher eine Evolution des Vorjahresmodells. Auch an die durchgehenden Rot-Ton hat sich nichts geändert.

Auch für das 2018er-Auto ist Technikchef Mattia Binotto verantwortlich. Im perfekten Zusammenspiel mit den Pirelli-Reifen war Ferrari schon im Vorjahr auf langsamen Kursen das stärkste Auto, diesmal achtete man darauf, auch auf schnellen Strecken vorne zu sein. Besonders wichtig dabei war, die Zuverlässigkeit zu steigern. Im Vorjahr verlor Ferrari wohl wegen technischer Probleme bei der Antriebseinheit den Titel

Und dafür wurden auch personelle Veränderungen getroffen. Weil Motorenchef Lorenzo Sassi zu Mercedes übergelaufen ist, wurde der Ferrari-Mann Corrado Iotti zum Chef befördert.

Sebastian Vettel ist wieder auf den Titel angesetzt. Er soll die bereits zehnjährige Durststrecke (Räikkönen 2007) beenden.

Das neue Auto zeigt dennoch ein paar Besonderheiten. Zum einen die geteilten Lufteinlässe an den Seitenkästen. Aber auch die Aufhängung des Heckflügels ist sehr eigenwillig gestaltet, mit einer Art T-Flügel. Der Frontflügel zeichnet sich ohnehin als Doktorarbeit in Aeordynamik aus.

 

Foto © Ferrari

Sterntag

Mercedes lüftete in Silverstone den Vorhang, präsentiert das neue Auto für die Formel-1-Saison 2018. Der FW09 ist das Auto, das es zu schlagen gilt. Kein Gegner konnte in den vergangenen vier Jahren mit dem Silberpfeil mithalten. Ferrari, die Italiener stellten ebenfalls am Donnerstag ihr 18er-Modell vor, hatte 2017 zwar einen blendenden Saisonstart, am Ende ging dem Renner aus Maranello aber die Luft aus. Und Mercedes holte sich dank der Überlegenheit und der Zuverlässigkeit den WM-Titel.

Der Vorgänger hatte dennoch einige Schwachpunkte. Oftmals, vor alle auf engen Kursen, hatten Hamilton und Bottas so ihre Probleme mit dem Set-up. Und Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sprach von einer "Diva". Man brachte einfach immer wieder die Reifen nicht in das entsprechende Arbeitsfenster.

 

Diese Eigenwilligkeiten sollen ausgemerzt worden sein. Auch wenn der FW09 wieder einen ziemlich langen Radstand aufweist. So blieb das Grundkonzept bestehen, freilich angepasst um die neuen aerodynamischen Vorgaben, inklusive dem "Halo".

Foto © KK/Twitter

Der Motor ist hingegen einen absolute Neukonstruktion. In Brixworth haben sich die Antriebsspezialisten den Kopf zerbrochen, wie man mit der höheren Laufleistung umzugehen hat. Schon Anfang Februar wurde der neue V6 Turbo erstmals gezündet. Damit hat Mercedes auf diesem Sektor schon einmal einen Vorteil.

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