Die Formel 1 befindet sich gerade in der ersten „kleinen“ Sommerpause und wie es sich für die rennfreie Zeit zur Mitte der Saison gehört, kocht die Gerüchteküche in der Motorsport-Königsklasse hoch wie selten zuvor. Logischerweise ist das Topthema der mögliche Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes. Nach dem Rauswurf von Christian Horner bei Red Bull versuchen viele, die Entlassung des langjährigen Teamchefs in Verbindung mit Verstappens Zukunft zu deuten. Musste Horner gehen, weil er es nicht geschafft hat, den Niederländer zu halten oder war der Rauswurf eine Bedingung Verstappens, um beim britisch-österreichischen Rennstall zu bleiben?

Doch nicht nur bei Red Bull Racing tun sich viele Fragen auf. Auch rund um Cadillac gibt es zahlreiche Gerüchte. Der US-amerikanische Autobauer steigt im kommenden Jahr als elftes Team in die Formel 1 ein – mit kräftiger Unterstützung von Mutterkonzern General Motors. Noch ist völlig offen, wer in der Premierensaison der US-Amerikaner in den beiden Cadillac-Autos sitzt.

Perez gilt als Favorit

Als ein großer Favorit auf einen Sitz beim elften Rennstall der Formel 1 gilt Sergio Perez. Der Mexikaner war lange Zeit die Nummer zwei bei Red Bull Racing, ehe man sich mit Saisonende des Vorjahres von ihm trennte. 2025 blieb der 35-Jährige ohne Sitz in der Motorsport-Königsklasse. Das könnte sich jedoch in der nächstjährigen Weltmeisterschaft ändern. Mehreren Medienberichten zufolge ist Cadillac drauf und dran, Perez für 2026 zu verpflichten. Seine Erfahrung und Routine könnten den Neueinsteigern auf Anhieb helfen.

Der Mexikaner selbst äußerte sich im Podcast „Desde el Paddock“ bereits zu den Gerüchten: „Es läuft gut, es ist noch früh, angesichts des Zeitpunkts der aktuellen Saison. Ich habe es nicht eilig. Ich weiß, dass ich dieses Jahr nicht in der Formel 1 sein werde, und wir werden sehen, was nächstes Jahr passiert.“ Sein ehemaliger Teamkollege Verstappen würde sich über die Rückkehr freuen: „Solange er motiviert ist, Rennen zu fahren, denke ich, wäre er absolut eine gute Wahl für ein neues Team wie Cadillac“, sagte der Niederländer über Perez.

Bestätigt sind auch Gespräche zwischen Cadillac und Mick Schumacher. Der Sohnemann des siebenfachen Weltmeisters Michael Schumacher ist derzeit für Alpine in der Langstrecken-Weltmeisterschaft tätig. In der Formel 1 gelang ihm bei Haas nie endgültig der Durchbruch. Cadillac-Teamchef Graeme Lowdon habe den Deutschen auf dem Zettel und auch Schumacher selbst bestätigte Verhandlungen gegenüber der brasilianischen Version von „Motorsport.com“. Der 26-Jährige meinte: „Natürlich laufen Gespräche. Die Kommunikation war bislang sehr positiv. Cadillac ist ein unglaubliches Projekt und eine großartige Geschichte.“

Bottas ist im Rennen

Immer wieder geisterte auch der Name Valtteri Bottas umher, wenn es um die Cadillac-Fahrerpaarung für 2026 geht. Der Finne ist derzeit als Reservefahrer bei Mercedes im Einsatz und möchte unbedingt wieder ein Stamm-Cockpit in der Königsklasse ergattern. Zuletzt häuften sich auch Gerüchte, dass Bottas den strauchelnden Franco Colapinto bei Alpine ersetzen könnte.

Ein weiterer prominenter Name ist Daniel Ricciardo. Der Australier genießt zwar gerade seine Formel-1-Pension, könnte jedoch bei einem passenden Angebot für die US-Amerikaner zurückkehren. Trotz seiner durchwachsenen Leistungen bei den Racing Bulls hat Ricciardo rund um den Globus viele Fans. Aufgrund des wachsenden Marktes in den Staaten ist aber auch eine US-amerikanische Lösung für den Rennstall möglich. Generell könne sich Teamchef Lowdon derzeit nahezu jede Personalie vorstellen, wie er im „High Performance Podcast“ erklärte: „Wir sprechen mit allen, weil jeder dieses Cockpit will“, sagte er angesprochen auf eine Liste mit möglichen Kandidaten.