Der SK Aich/Dob zehrt immer noch an der Cup-Pleite gegen Graz. Das bestätigte Sportchef Martin Micheu erneut nachdrücklich: „Diese wird uns bis zum Ende der Saison begleiten.“ Generell ist Micheu trotz Grunddurchgangssieg mit den Leistungen seiner Mannschaft nur teilweise zufrieden. „Dass wir ganz oben stehen, spiegelt nicht unsere Qualität wider. Es haben fast nie alle sechs Spieler gleichzeitig eine gute Performance abliefern können“, stellt Micheu hohe Ansprüche und spricht dabei auch gleich die große Stärke von Aich/Dob an: „Wir sind extrem resilient und können auch mit durchschnittlichen Auftritten gewinnen.“ Er mahnt aber dennoch: „Unsere Truppe ist noch sehr jung und unerfahren und neigt dennoch ein wenig zur Überheblichkeit. Das hat uns heuer schon gekostet.“ Besonders bitter aus Sicht der Bleiburger ist der Ausfall von Zuspieler Jiri Srb, der kaum adäquat ersetzt werden kann. Die Last liegt wieder auf Micheus Sohn Lukas, der schon gegen Graz diese Rolle übernehmen musste. „Er hat das mit seinen 19 Jahren echt gut gemacht, an ihm ist es nicht gelegen, dass wir verloren haben, aber trotzdem könnte der Druck zu groß werden.“

In Normalform keine Hürde

Beim Rivalen aus Klagenfurt macht Micheu besonders Qualität in der Defensive aus. „Die Löwen haben schon viele Mannschaften geärgert, weil sie unmögliche Bälle immer wieder zurückschlagen. Im Angriff sind sie hingegen eher harmlos, können uns kaum wehtun. Wenn alle Spieler eine normale Leistung abrufen können und es wie im Cup keine Totalausfälle gibt, bin ich davon überzeugt, dass wir die Serie mit 3:0 für uns entscheiden.

Saisonziel erreicht

Gänzlich anders ist die Stimmung bei den Wörther-See-Löwen. Mit dem Play-off haben die Klagenfurter das Saisonziel schon erreicht. Alles Weitere ist Kür, aber auch Neo-Obmann Simon Frühbauer bleibt realistisch. „Wir haben nichts zu verlieren, können befreit aufspielen. Die Mannschaft ist extrem ehrgeizig, sehr flink und kann aus wenig viel machen“, spricht Frühbauer, der selbst noch aktiv mitwirkt, die Trümpfe seiner Mannschaft an, räumt aber auch ein: „Körperlich besonders von der Größe her, können wir nicht mithalten, aber wir werden alles geben. Vielleicht können wir sogar vom Ausfall ihres Zuspielers profitieren.“

Schlag auf Schlag

Im Play-off geht es jetzt terminlich zur Sache. Bereits am Samstag steigt in Klagenfurt Spiel zwei. Nächsten Mittwoch könnte in Bleiburg dann schon die Entscheidung fallen. Aich/Dob will um jeden Preis ein viertes oder gar fünftes Spiel vermeiden, denn am 16. März bricht die Mannschaft nach Osijek (CRO) auf, um dort das Final Four der Mevza-Liga zu bestreiten.