InterviewHerzog: "Bei der Geschwindigkeit bin ich zu Hause"

Äußerst gefragt war Vanessa Herzog, nachdem Sie zur österreichischen Sportlerin des Jahres gekürt wurde. Die 23-Jährige plauderte über Emese Hunyady, die Faszination Eisschnelllauf und dass Sie gerne Ihren eigenen Weg geht.

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Die strahlende Siegerin: Vanessa Herzog
Die strahlende Siegerin: Vanessa Herzog © GEPA pictures
 

Gratulation zum Titel österreichische Sportlerin des Jahres. Wie schwer ist denn der Niki?
Vanessa Herzog: Ganz schön schwer, wenn man ihn die ganze Zeit halten darf.

Es ist schon ein tolles Gefühl, oder?
Es ist schon eine Erleichterung und eine Bestätigung.

Zuerst wurden Sie zur Kärntner Sportlerin des Jahres gewählt und nun in Österreich zur Nummer eins. Wohin soll es denn führen?
Jetzt heißt es wieder Gas runter, was die Galas betrifft. Die Konzentration ist wieder beim Trainieren und der Fokus ganz bei der Saisonvorbereitung.

Was steht für Sie in den nächsten Wochen an?
Wir sind seit Freitag in Inzell beim Training. Es heißt, die letzte harte Woche fertig zu machen. Mit vielen Intervallen auf dem Eis und auf dem Rad. Nächste Woche gibt es noch einen Testkampf, dann steht der erste Weltcup ja schon auf dem Programm. Freue mich schon, dass es losgeht.

Wo finden die ersten Rennen statt?
In Minsk in Weißrussland.

Emese Hunyady, die vor 25 Jahren zur Sportlerin des Jahres gekürt worden ist, ist neben Ihnen gesessen. Als Sie Richtung Bühne geschritten sind, hat Emese geweint. Was ist das für ein Gefühl für Sie?
Ja, das ist schon süß. Sie hat 94 gewonnen, ich bin 95 geboren. Es ist schon eine Zeit lang her. Es ist eine große Ehre für mich, dass man mich mit einer so großartigen Sportlerin vergleicht.

Ist es auch ein bisschen ein Auftrag für dich für die Zukunft?
Ein Auftrag ist es nicht, ich mach meinen eigenen Scheiß.

Dieser läuft aber ganz gut, oder?
Es läuft gut, es macht einfach Spaß und ich versuche, meinen eigenen Weg zu gehen.

Wie lauten Ihre Ziele für die am 12. November beginnende Saison?
Es ist immer schwierig, zu sagen, da man ja nicht weiß, wo man steht. Würde natürlich dort anschließen, wo ich letzte Saison aufgehört habe.

Was macht den Eisschnelllauf-Sport aus?
Was ich am Eisschnelllauf so gern mag, ist die Geschwindigkeit. Dass man sich mit der eigenen Kraft auf 60 km/h, wie in meinem Fall, beschleunigen kann, ohne Motor, ohne, dass es bergab geht.

Geschwindigkeit lieben Sie prinzipiell? Fahren Sie auch gerne schnelle Autos?
Wir haben uns heuer ein schnelles Auto gekauft. Bei der Geschwindigkeit bin ich zu Hause.

Sie haben einmal gesagt, dass eine Ehrung ein Boost für das Selbstvertrauen ist. Sie werden von vielen Menschen umgarnt, wie fühlt sich das an?
Sehr gut eigentlich. Aber jeden Tag brauche ich es nicht, dann könnte ich mich nicht so gut auf das Training fokussieren.

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