Im InteriewVanessa Herzog: "Werde behandelt wie Marcel Hirscher"

Eisschnellläuferin Vanessa Herzog startet in die Saison – allerdings angeschlagen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Krafttraining war bei Herzog angesagt
Krafttraining war bei Herzog angesagt © KK/Privat
 

Frau Herzog. Sie geht wieder los die Eisschnelllaufsaison, jedoch mit einem „Aber“, da sie sich bei einem Trainingssturz mit dem Rad den Hüftbeuger eingerissen haben.
VANESSA HERZOG: Stimmt leider. Die Kette ist gerissen, ich bin auf die Hüfte geknallt und hab mir eine Sehne eingerissen. Das Eisschnelllaufen ist kein Problem, nur am Start hab ich Schmerzen, da ich den Strecker nicht so mobilisieren kann.

Doch man hört, dass sie in allerbesten Händen sind.
Absolut. Der Physiotherapeut unsere Nationalteams ist da und auch der Physio vom Team Reggeborgh. Ich werde quasi behandelt wie ein Marcel Hirscher (lacht). Es wird alles Menschenmögliche versucht. Es ist so ein Hin und Her mit den Schmerzen.

Das heißt die Entscheidung, ob sie am Wochenende starten, ist noch nicht gefallen?
Ich werde heute nach dem Training entscheiden, ob es Sinn macht, denn wenn, dann will ich hundert Prozent fit sein. Die 500 und 1000 Meter wären beide am Samstag.

Der Auftakt ist in Inzell, ihrer zweiten Heimat, und hier haben Sie ihren ersten WM-Titel geholt.
Wir fühlen uns hier so extrem wohl. Es ist die näheste Bahn und ich kenne sie schon fast 15 Jahre. Die Bahn kommt mir enorm entgegen. Sie hat einen engen Kurvenradius, ich kenne sie in- und auswendig. Die Rennen sind absolute Gradmesser.

Ihre letzte Saison zu toppen, wird allerdings eine Challenge, oder?
(lacht). Ja, in einer nicht olympischen Saison kann ich das nicht mehr toppen. Aber wenn ich meine jetzigen Zeiten so hernehme, dann bin ich schnell unterwegs. Was wir derzeit herausgestoppt haben, bin ich noch schneller als letzte Saison. Wir haben in den letzten Wochen die Technik nochmals ein wenig adaptiert. Ich bin echt guter Dinge.

Was sind Ihre Höhepunkte?
Auf der einen Seite die Einzelstrecken-EM in Heerenveen von 10. bis 12. Jänner 2020 und die Einzelstrecken-WM in Salt Lake City von 13. bis 16. Februar. Zuerst wollten wir die Weltcupsaison weglassen, haben uns jetzt aber entschieden, trotzdem auch auf den Gesamtweltcup zu gehen. Ein Grund war die optimale Vorbereitung. Ich war bis auf die jetzige Verletzung nie krank oder angeschlagen, aber trotzdem muss man immer von Rennen zu Rennen schauen.

Kurz noch zum 30. und 31. Oktober. Die Sportler-Galas stehen an und eigentlich darf die Siegerin nur einen Namen haben, oder?
Tja, ich kann es selbst ja nicht beeinflussen, aber ich hab das beigetragen, was ich beitragen konnte. Mal schauen (lacht).

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!