Inline-Speedskating-WMHerzog: "Die Konkurrenz hat bei der WM Rache geschworen"

Die Ferlacherin Vanessa Herzog (24) startet bei den World Roller Games in Barcelona ihre Titelverteidigung.

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Die Konkurrenz soll bei der WM das Nachsehen haben. Rechts oben auf der Rambla und mit Ehemann Tom auf dem Scooter
Die Konkurrenz soll bei der WM das Nachsehen haben. Rechts oben auf der Rambla und mit Ehemann Tom auf dem Scooter © Privat (3)
 

Barcelona ist der heurige Schauplatz der World Roller Games. 4300 Athleten aus insgesamt 116 Nationen kämpfen in elf Disziplinen um WM-Medaillen. Mittendrin ist Ferlachs Eisschnelllauf-Queen Vanessa Herzog, die ab morgen ein Mammutprogramm vor sich hat. „Ich starte in fünf Disziplinen. Wenn es gut läuft hab ich 15-16 Läufe vor mir. Die größte Chancen sehe ich bei der „one lap“. Das ist eine Runde mit 540 Meter, sozusagen ein Straßenkurs, der rund um die Bahn herum führt. Aber ich geb natürlich bei meiner Premiere in Barcelona überall Vollgas. “

Die Bahn selbst ist mobil und steht direkt auf einem Stahlgerüst. „Sie ist dünn und wackelig, deshalb war es enorm wichtig, dass ich mich seit Anfang der Woche daran gewöhnen konnte. Und sie ist sehr selektiv und aufgrund ihrer Schräge anstrengend. Die Beine vibrieren extrem schnell. Doch was technisch anspruchsvoll ist, kann für mich ein Vorteil sein.“ Die heißen Temperaturen können der Weltmeisterin allerdings nichts abhaben. „Es brennt schon richtig auf den Asphalt, aber da es bei uns ja auch so heiß war, bin ich gewappnet.“

Ehemann und Trainer Tom machte sich bereits im Vorfeld Gedanken und so buchte er ein Hotel lediglich zwei Kilometer von der Bahn entfernt, sodass sich das Duo jederzeit eine kleine Auszeit nehmen kann. „Das ist ideal, da wir mit dem Scooter zwischen den Rennen ins Hotel fahren können. Am Dach ist ein Pool, da kann ich mich dazwischen abkühlen. Regeneration spielt bei vielen Bewerben eine wesentlich Rolle, da das Adrenalin immens hoch ist.“

Taktisch klug fahren

Ihre stärkste Konkurrenz, in erster Linie die Kolumbianerinnen, sind auf Rache aus, wie die 24-Jährige verrät: „Ich habe ihnen im Vorjahr den WM-Titel über 500 Meter, ihrer Paradedisziplin, weggeschnappt und das hat ihnen gar nicht gefallen. Für sie ist es Nationalsport. Die sind so motiviert und mit einem riesigen Team, 40 Athleten und acht Trainer, angereist. Aber ich werde garantiert dagegenhalten. Hier gewinnt nicht die immer der Beste, sondern der taktisch am klügsten fährt.“

Welche große Bedeutung diese WM in der katalanischen Hauptstadt hat, beweist, dass das spanische Fernsehen das Spektakel live überträgt. „Beim 100-Meter-Sprint wird die Hauptstraße Passeig de Gracia abgesperrt. Dieser Sprint zwischen den Gaudi-Häusern wird genial.“

Team Österreich

Inline Speedskating: Vanessa Herzog, Katharina Thien, Anna Petutschnigg, Laura Nagiller, Johannes Hahnekamp, Jakob Ulreich, Christian Kromoser.
Rollhockey: „Senior Herren“: Florian Lechleitner, Elias Rohner, Kilian Laritz, Tobias Lechleitner, Tobias Winder, Jonas Fässler, Sebastian Mostögl, Roche Brunner, Aurel Zehrer, Daniel Zehrer.
Inline Freestyle: „Bewerb Speed Slalom“: Arijana Ranjbar Vakili, Pedram Ranjbar Vakili.
Inline Downhill: Daniel Ladurner, Werner Ladurner, Sandra Ladurner, Frank Lutz, Christian Lins.
Skateboarding Downhill:
Anna Pixner.

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