Nach Sprint-WM Vanessa Herzog: "Langsam geht mir die Kraft aus"

Eisschnellläuferin Vanessa Herzog musste sich bei der Sprint-WM in Holland mit "Blech" begnügen. „Kein Weltuntergang.“

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Kein Grund den Kopf hängen zu lassen: Vanessa Herzog hat jetzt schon das Weltcupfinale im Visier
Kein Grund den Kopf hängen zu lassen: Vanessa Herzog hat jetzt schon das Weltcupfinale im Visier © Privat (2)
 

Die Erwartungshaltung rund um Eisschnellläuferin Vanessa Herzog war von allen Seiten riesig. Einerseits verständlich, denn die Kärntnerin kam als regierende Sprint-Europameisterin sowie Weltmeisterin über 500 Meter nach Heerenveen. Bei der Sprint-Vierkampf-WM in Holland wurden die Karten allerdings neu gemischt. Als Halbzeit-Vierte nach dem ersten Tag kam die 23-Jährige auch am Sonntag nicht so wirklich auf Touren.
„Mit drei schlechten Rennen Vierte zu werden, zeigt, auf welch’ hohem Niveau wir fahren. Und man darf nicht vergessen, dass alle drei vor mir, Kodaira, Takagi und Bowe keine Sprint-Vierkampf-EM in den Beinen haben. Unser Saisonhöhepunkt war auf Inzell gelegt, das hat sensationell geklappt. Wenn ich in Zukunft einen 'World-Sprint' gewinnen will, muss ich die EM auslassen. Aber das sind Dinge, die zu einem Lernprozess gehören. Es ist für mich eine neue Erfahrung, mit der ich lernen muss umzugehen“, gesteht die Ferlacherin und verrät, dass ihr langsam die Kraft ausgeht.

„Ich war zudem auch mit dem Kopf leider nicht ganz da. Ich habe heuer schon so viel erreicht und war sehr lange Zeit in Topform, irgendwann kannst du diese nicht mehr halten. Der vierte Platz ist undankbar, aber kein Weltuntergang. Ich bin noch jung, mit mehr Routine klappt es das nächste Mal“, so die Wintersportlerin, die am Sonntag noch beim Männer-Finale mitgefiebert hat.

Ich war hier fast angespannter als bei meinen Rennen. Das war ein Mitgrund, wieso letztlich nicht mehr herausgeschaut hat. Dabei war die Stimmung in der ausverkauften Halle mit 15.000 Leuten einfach der Wahnsinn.

Restform herauskitzeln

Jetzt heißt es rasch die Batterien wieder aufzuladen. So ging es für das Erfolgsduo Vanessa und Tom Herzog am Sonntag zurück in ihre Heimat Kärnten. Am Mittwoch hebt der Flieger nach Salt Lake City (USA) ab. Dort wartet der letzte Höhepunkt, das Weltcupfinale, auf sie. „Ich hoffe, dass ich aus meiner Restform noch etwas herauskitzeln kann. Mit zwei respektablen Rennen dürfte mir der Gesamtweltcup nicht mehr zu nehmen sein. Ich liebe dieses schnelle Eis vor Ort und werde alles daran setzen, um den stillen Traum, unter 37 Sekunden zu bleiben, zu verwirklichen. Meine Bestzeit liegt bei 37,12. Es wird spannend.“

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