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Fußball-RegionalligaDrei Landesverbände scheren erstmals aus

Ab der Herbstsaison 2019/20 gibt es die Fußball-Regionalliga-West in der bisherigen Form nicht mehr. Salzburg, Vorarlberg und Tirol spielen eigenes Format. Zuerst in jedem Bundesland und dann kämpfen die besten Zwei jedes Landesverbandes um den Aufstieg in die 2. Liga.

Die Regionalliga West wird es in der altbekannten Form nicht mehr geben © (c) GEPA pictures
 

"Es scheint der erste Schritt zur Auflösung der 3. Fußball-Leistungsstufe in Österreich zu werden“, so beschreibt Kärntens Fußball-Präsident Klaus Mitterdorfer die neue Regelung um die Regionalliga West. Diese besagt: Salzburg, Tirol und Vorarlberg spielen ab der Saison 2019/20 keine Regionalliga mehr, wie es sie bisher gab.

„In allen drei Bundesländern wird im Herbst eine Eliteliga mit zehn Mannschaften in Tirol und Vorarlberg und wohl auch in Salzburg ausgetragen. Die ersten Zwei des Landesverbandes steigen in die Regionalliga West auf. In drei Runden oder 15 Matches ermitteln diese sechs Klub den Aufsteiger in die 2. Liga“, erklärt Gerhard Neurauter vom Tiroler Fußballverband, „die in den Eliteligen verbleibenden Vereine kämpfen um den Landestitel und gegen den Abstieg.“

Regionalliga Ost lehnt ab

Für die Regionalliga Ost ist diese Variante kein Thema. Da sprachen sich die Verbände klar für den Status quo aus. Anders ist die Situation in der Regionalliga Mitte mit Kärnten, Steiermark und Oberösterreich. „Wir werden uns das West-Modell ein Jahr lang genau anschauen. Wenn es von der Attraktivität, der Wirtschaftlichkeit und dem Sportlichen her Sinn macht, könnte das auch für uns in der Mitte Charme haben“, meint Mitterdorfer, „der steirische Verband sieht es ähnlich, der oberösterreichische ist nicht begeistert, die Vereine hingegen schon. Ich kann den Verband verstehen, weil er genug Klubs in der Regionalliga und damit genug Derbys hat.“


Für den Kärntner Fußballchef ist dieses Modell aber „nicht das einzig wahre. Es wäre auch möglich, in Zukunft eine Liga mit Steiermark und Kärnten, sowie Salzburg und Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg zu machen.“ Eines steht für Mitterdorfer aber fest: „So wie wir Kärntner derzeit aufgestellt sind, kann es nicht weitergehen. Unsere Vereine sind, bis auf die WAC Amateure, wirtschaftlich nicht stark genug, um in der Liga eine entscheidende Rolle zu spielen. Und das wird sich so schnell auch nicht in eine andere Richtung entwickeln.“

2. Liga darf man nicht vergessen

Eines darf beim ÖFB nicht vergessen werden: die 2. Liga. Gerade die ist bei den Zuschauern nicht der Heuler. Es gibt nicht wenige Vereine, die es wirtschaftlich sehr schwer haben. Auch hier gilt: Eine schnelle Änderung der Zustände ist nicht zu erwarten.

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