FloorballNach 9:10-Niederlage: "Einige hatten die Hand schon auf dem Pokal"

KAC verlor das zweite Finalspiel gegen Wien knapp mit 9:10. Samstag nächster Matchball.

KAC-Spieler Martin Pfeifer im Kampf mit einem Wiener © KK/Obereder
 

Es war angerichtet in der Sporthalle Waidmannsdorf vor 400 Fans. Der KAC hätte sich nach 15 Jahren wieder zum Floorball-Meister krönen können, doch es kam anders als gedacht. Dafür war das Match von Dramatik geprägt. Vor den Augen von Landeshauptmann Peter Kaiser, Landessportdirektor Arno Arthofer und einigen VSV-Kontrahenten wie Timo Schmid gerieten die Rotjacken im zweiten Finalspiel (best-of-three) gegen Wien schlagartig mit 1:5 in Rückstand. Schockstarre stand den Spielern ins Gesicht geschrieben. Vierfachtorschütze und „Man of the match“ Andreas Pfeifer fand ehrliche Worte: „Einige hatten die Hand schon auf dem Pokal. Wir nahmen es zu locker, waren in der Defensive zu nachlässig, hatten zu viele Ballverluste. Wir sind zu spät aufgewacht.“

Im zweiten Abschnitt zeigten die Klagenfurter, was sie in der Offensive zu leisten imstande sind und glichen sensationell zum 5:5 aus. Die erste Linie mit Pfeifer, Dominik Mayrobnig und Christoph Haimburger machte das fast Unmögliche möglich, der KAC ging nach 45 Minuten mit 8:7 in Führung. „Dann haben wir zwei so leichte Gegentreffer bekommen und schlussendlich sind uns die Körner ausgegangen.“

Goalie Maximilian Obereder ist davon überzeugt, dass sich das Blatt kommenden Samstag (17) im Entscheidungsspiel wenden wird: „Der Beginn ist an uns vorbeigelaufen, das darf nicht mehr passieren. Die Aufholjagd war der Wahnsinn, aber genau das hat uns die Kraft gekostet. Aber die Stimmung war der absolute Hammer, so etwas hab’ ich noch nie erlebt. Jetzt machen wir es in Wien.“ Diese Niederlage bedeutet zugleich, dass KAC-Coach Oliver Pucher – er wechselt zum Nationalteam – noch ein Spiel länger auf der Trainerbank sitzt: „Wir haben noch eine allerletzte Chance.“ Und der KAC hat heuer auswärts im Play-off noch nie verloren ...

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