Kein Olympia-Start 2020Herzog lässt Vadlau allein im Boot

Ein Segel-Duo Lara Valdau/Vanessa Herzog wird es für Olympia 2020 nicht geben. Die Eisschnellläuferin hat sich auf dem Eis noch viel vorgenommen. Sie schließt aber eine Olympia-Teilnahme 2024 oder 2028 mit Lara nicht aus.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Das Duo Lara Vadlau/Vanessa Herzog wird nur zum Spaß zusammen segeln gehen © Privat
 

Die Entscheidung ist gefallen: Lara Vadlau/Vanessa Herzog werden in diesem Jahr nicht in einem Segelboot sitzen und um einen Platz bei Olympia 2020 in Tokio kämpfen. „Wir bleiben auf dem Eis, werden die Eisschnelllauf-Karriere nicht unterbrechen“, stellt der Ehemann und Manager von Herzog klar, „gestorben ist das Projekt deshalb aber nicht. 2024 oder 2028 könnte das wieder ein Thema für uns werden.“


Auch Vadlau scheint das nicht unrecht zu sein. „Lara studiert in Wien Medizin, hat im ersten Jahr schon sehr viel geschafft. Laut ihrer Mutter will sie das Medizinstudium beenden und dann neu über den Leistungssport nachdenken. Segel werden Vanessa und Lara trotzdem gemeinsam. Zum Spaß in der Adria“, weiß der Wahl-Ferlacher.

Planung für 2022 beginnt


Für seinen Schützling sind die nächsten vier Jahre bis zu den Olympischen Spielen 2022 in Peking quasi schon in Planung: „Wir stellen gerade gemeinsam mit dem Land Kärnten, der Stadt Ferlach und unseren Partnern ein Projekt auf die Beine, dass Vanessa in Peking quasi eine Medaille garantieren soll. Nach dieser Saison ist klar - sie ist an der absoluten Spitze dran, kann - wenn alles aufgeht - zu einer Seriensiegerin auf dem Eis werden.“


Um das Ziel erreichen zu können, holten sich die Wahl-Kärntner Informationen bei großen Eisschnelllauf-Nationen ein, wie hoch bei ihnen die Kosten für eine Olympia-Medaille sind: „Holland, Italien und Russland geben im Schnitt zwischen 3,5 und 5,5 Millionen Euro in vier Jahren für Edelmetall aus. Wenn wir 120.000 Euro pro Jahr aufstellen könnten, wären alle unsere Kosten gedeckt und wir sehr glücklich.“

Double-Triple großer Traum


Im Kopf der Herzogs nimmt eine große Vorstellung Formen an. „Wir träumen von einem Double-Triple. Vanessa soll als erste Frau der Welt im Sommer Europameisterin im Inline-Skating und im Winter Europameisterin im Eisschnelllauf werden. Das haben wir geschafft. Jetzt gilt es heuer eine WM-Goldmedaille bei einer Inlineskating-WM, wo Vanessa als erste Österreicherin teilnimmt, zu erobern und im Winter Edelmetall bei der Eisschnelllauf-WM zu holen“, verrät der Trainer, „das Triple vervollständigen sollen Podestplätze bei den Winterspielen 2022 und eine Sommer-Olympiamedaille 2024 oder 2028 im Segeln oder Bahnradfahren.“ Diese Sportart nimmt die 22-Jährige heuer in das Trainingsprogramm auf: „Wir haben mit dem Radsportverband gesprochen, absolvieren ein Probetraining im Dusika-Stadion in Wien. Vielleicht wird das was. . .“

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.