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Eisschnelllauf-EMHistorisches EM-Gold für Vanessa Herzog

Wahlkärntnerin Vanessa Herzog krönte sich zur Europameisterin im Eisschnelllauf – das erste EM-Gold seit 25 Jahren für Österreich.

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Gold für Vanessa Herzog © APA
 

Es kommt nicht oft vor, dass man sich in Österreich über Medaillen freuen darf, die nicht auf Schnee errungen wurden. Erst recht nicht, wenn es aufs Eis geht. Da wartet dieses Land seit 25 Jahren auf Medaillen, seit den Zeiten einer Emese Hunyady, die Österreich dann auch bei den Olympischen Spielen von Lillehammer im Jahr 1994 verzaubert hatte.

Nun hat Österreich wieder eine Läuferin, die so schnell über Eis flitzen kann wie keine andere: Vanessa Herzog eroberte in Russland bei der Europameisterschaft in Kolomna Gold über 500 Meter. Eine absolute Premiere, denn erstmals werden bei der EM auch Medaillen über Einzelstrecken vergeben, bisher gab es das nur im Mehrkampf. Da übrigens gab es sogar fünf Mal Gold für Rot-Weiß-Rot, die bislang letzte eben 1993 durch Hunyady. Dementsprechend glücklich war Herzog:

Es ist einfach der absolute Wahnsinn, ich bin überglücklich. Ein Traum ist für mich in Erfüllung gegangen!

Zumal die Wahlkärntnerin in eindrucksvoller Manier in 37,69 Sekunden zu Gold lief. „Vanessa knallte eine unglaubliche Zeit hin, sie war klar die Schnellste im Feld. Im Weltcup waren die Hundertstelsekunden nicht auf unserer Seite, aber in diesem Rennen war sie einfach überlegen und überragend“, lobte Trainer-Ehemann und Manager Thomas Herzog seine Frau in höchsten Tönen.

Dabei überstand sie auch eine Schrecksekunde am Start:

Ich hatte einen Fehlstart, bin aber konzentriert geblieben. Der zweite Start war super, obwohl er passiver war. Zum Schluss habe ich Gas gegeben und so auch den europäischen Bahnrekord geknackt. Das war der erste Schritt in die großen Fußstapfen von Emese Hunyady. Unglaublich!

Nach der Sensation zum Auftakt will die fünffache Junioren-Weltmeisterin noch mehr. Auf die 22-Jährige, die sechstjüngste Europameisterin der Geschichte, wartet am Samstag ihre Paradedisziplin, die 1000 Meter. Herzog: „Ich bin voller Selbstvertrauen. Ich muss erneut so eine Leistung abrufen, dann ist alles möglich.“ Und sogar im Massenstart am Sonntag rechnet sie sich Chancen aus ...

Das Ergebnis

1. Vanessa Herzog (AUT) 37,69 Sekunden
2. Angelina Golikowa (RUS) 38,04
3. Karolina Erbanova (CZE) 38,18
4. Olga Fatkulina 38,30
5. Daria Katschanowa (beide RUS) 38,56
6. Letitia De Jong (NED) 38,70

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