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Kateryna MonzulDie Österreicher tanzen heute nach ihrer Pfeife

Das erste Mal in der Geschichte des ÖFB wird ein Pflichtspiel von einer Frau geleitet. Die Ukrainerin, die alle wichtigen Entscheidungen trifft, heißt Kateryna Monzul - und ist erst die zweite Frau, die ein WM-Qualifikationsspiel der Herren pfeifen darf.

Kateryna Monzul
Kateryna Monzul © (c) imago images/Panoramic International (Nico Vereecken via www.imago-images.de)
 

Wenn die Nationalmannschaften von Österreich und den Färöer Inseln heute in Wien auf den Rasen geführt werden, geht eine der besten ihres Faches voran - und doch ist es eine Premiere. Noch nie wurde ein Pflichtspiel des ÖFB-Nationalteams von einer Schiedsrichterin geleitet. Mehr noch: Gestern, beim Duell zwischen den Niederlanden und Lettland, war erstmals eine Frau als Hauptschiedsrichterin einer WM-Qualifikationsbegegnung aktiv. Stephanie Frappart heißt die Französin, die die allererste war.

Kateryna Monzul heißt die Ukrainerin, die heute das Spiel zwischen Österreich und den Färöer Inseln leitet. Internationale Erfahrung hat die 39-Jährige mehr als genug. Der Durchbruch gelang ihr im Jahr 2015 als sie bei der Frauen-Weltmeisterschaft Eröffnungsspiel und Finale leiten durfte und am Ende der Saison als beste Schiedsrichterin des Jahres ausgezeichnet wurde. Seit dem Jahr 2011 pfeift sie Spiele der zweithöchsten Liga in der Ukraine, seit 2016 ist sie in der höchsten Spielklasse aktiv. Dass sie das hervorragend macht, zeigt ihre jüngste Auszeichnung: Monzul wurde 2020 als beste Schiedsrichterin der ukrainischen Liga ausgezeichnet.

Österreichs Frauen-Nationalteam durfte den größten Erfolg der Geschichte mit der Architektin und Stadtplanerin aus Charkiw verbringen - auch, wenn es am Ende nicht gut ausging. Beim 0:0 der Österreicherinnen im EM-Halbfinale 2017 gegen Dänemark, dass dann im Elfmeterschießen verloren ging, war Monzul die Unparteiische. Dass mit der 39-Jährigen nicht zu spaßen ist, bewies sie in der Europa League beim Duell zwischen KAA Gent und Slovan Liberec am 6. Dezember des Vorjahres. Neun gelbe Karten verteilte sie da - acht davon in der Schlussviertelstunde. "Auch wenn sie schon einige Spiele in wichtigen Herren-Bewerben gepfiffen haben, ein WM-Qualifikationsspiel zu pfeifen ist etwas Besonderes und etwas, worauf man stolz sein kann", sagt der Vorsitzendes des FIFA Schiedsrichter Kommitees. Und das ist kein geringerer als Pierluigi Collina. Und der wurde immerhin sechs Mal in Folge zum Weltschiedsrichter ernannt und ist damit alleiniger Rekordhalter.

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