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FußballÖsterreichs Frauen erneut bei EM-Endrunde dabei

Nun ist es fix: Österreichs Frauenfußball-Nationalteam ist erneut bei der EM-Endrunde. Es ist nach 2017 die zweite Teilnahme in Folge.

Es darf gejubelt werden: Österreichs Frauen fahren zur EM
Es darf gejubelt werden: Österreichs Frauen fahren zur EM © GEPA pictures
 

Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam hat das Ticket für die EM 2022 in England endgültig in der Tasche. Da Portugal in Larnaka gegen Schottland (Gruppe E) nur mit 2:0 gewann, ist die ÖFB-Truppe definitiv unter den besten drei Gruppenzweiten, die sich neben den Pool-Siegern fix für die Endrunde qualifizieren. Für Österreich ist es die zweite EM-Teilnahme nach 2017, als bei der Premiere sensationell erst im Halbfinale gegen Dänemark mit 0:3 im Elferschießen Endstation war.

Bis auf die vom Nationalteam zurückgetretene ÖFB-Rekordtorschützin Nina Burger dürfen sich alle Akteurinnen der damaligen Startformation in Breda am 3. August 2017 auch dieses Mal Hoffnungen machen, eine tragende Rolle zu spielen. "Das Team hat sich das direkte EM-Ticket nach der besten Qualifikation aller Zeiten verdient. Die neuerliche EM-Teilnahme ist für ein kleines Fußballland wie Österreich extrem hoch einzuschätzen", sagte ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann.

Die 40-Jährige war beim "Sommermärchen" 2017 schon als Co-Trainerin unter dem im Juli 2020 zu Männer-Bundesligist LASK abgewanderten Dominik Thalhammer dabei, nun bekommt sie kommendes Jahr die Chance, in der ersten Reihe für ein erfolgreiches Abschneiden zu sorgen. "Das erste Mal etwas zu erreichen, ist vom Gefühl her wunderschön. Aber es zu wiederholen, ist eine unglaubliche Bestätigung - von viel, viel jahrelanger Arbeit", betonte Bayern-Abwehrspielerin Carina Wenninger.

Die EM-Teilnahme ist eine Belohnung für eine sehr starke Qualifikation, in der man in der Gruppe G nur gegen den aktuell Weltranglistenzweiten Frankreich nach einem Hinspiel-0:0 auswärts mit 0:3 den Kürzeren zog. Alle anderen Partien gegen Serbien, Nordmazedonien und Kasachstan wurden gewonnen, am Ende hatte man bei 19 Punkten ein Torverhältnis von 22:3 zu Buche stehen. "Wir können es nicht glauben, dass wir es jetzt wirklich geschafft haben, wissen aber, dass wir es verdient haben, zur EURO zu fahren", sagte Wenninger.

Österreich ist aktuell zweitbester Gruppenzweiter hinter Island. Italien (Gruppe B) kann die ÖFB-Auswahl am Mittwoch mit einem Sieg mit sechs oder mehr Toren Unterschied gegen Israel noch auf Rang drei verdrängen, das hätte aber keine negative Auswirkung mehr. Portugal hätte gegen Schottland mit mindestens 13 Toren Unterschied gewinnen müssen, um Österreich noch abzufangen.

"Ich gratuliere Irene Fuhrmann, ihrem Team und natürlich allen unseren Spielerinnen ganz herzlich zu dieser herausragenden Leistung. Alle Beteiligten haben einen Top-Job abgeliefert. Die Teilnahme an der EURO 2022 im Mutterland des Fußballs ist ein enormer Erfolg und gibt dem gesamten Fußball in Österreich in dieser schwierigen Phase einen gewaltigen Schub", verlautete ÖFB-Präsident Leo Windtner. Gerade jetzt brauche man die Euphorie rund um solche Großereignisse, um junge Mädchen und Burschen für den Fußball, den Sport und die Bewegung zu begeistern und zu den Vereinen zu bringen.

Ausgetragen wird die EM zwischen 6. und 31. Juli 2022 in England. Das Auftaktspiel geht im Old-Trafford-Stadion von Manchester United über die Bühne, das Endspiel im Londoner Wembley-Stadion. Weitere Spielorte sind Brighton and Hove, Milton Keynes, Rotherham, Sheffield, Southampton und Wigan and Leigh. Neben Österreich, Gastgeber England, Frankreich und Island sind auch Titelverteidiger Niederlande, Belgien, Dänemark, Finnland, Deutschland, Norwegen, Spanien und Schweden schon fix dabei. Neben dem noch offenen dritten besten Zweiten werden noch drei Fahrkarten im April im Play-off ausgespielt.

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