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Klare Worte von IlzerDer lange Weg zum Spitzenteam

Der WAC will nach der Niederlage gegen Sturm zurück zu seinen Stärken finden. „Müssen ständig ans Limit gehen.“

Die Defensivkünste von Innenverteidiger Manfred Gollner sind kommenden Samstag daheim gegen den LASK wieder gefragt © APA
 

Er hat nach der 0:3-Auswärtsniederlage gegen Vizemeister Sturm Graz schon besser geschlafen. „Ein schlechtes Spiel bekommt man nicht so schnell aus dem Kopf“, offenbart WAC-Coach Christian Ilzer. Der Steirer ist sich im absolut Klaren, dass etwaige Ausreden fehl am Platz sind, spricht aber bewusst die Punkte an, mit denen die Kärntner wieder zu alter Stärke zurückfinden müssen. Der 41-Jährige vermisste nach den starken Anfangsminuten die gemeinsame Energie und Wucht seiner Mannschaft, die sie vor Wochen ausgestrahlt hat. Sozusagen die Basis für jedes gute Fußballspiel. „Aus diesem Grund haben wir viel zu viele Duelle verloren, wobei Graz auch gewisse Standardsituationen geschickt provoziert hat, weil sie mehr Spannung hatten. Kiteishvili war der Part in der Begegnung, der das Spiel zugunsten Sturms gekippt hat. Er hat sich oft im 1:1 durchgesetzt und so für ein Ungleichgewicht gesorgt.“ Das sind definitiv Umstände, die passieren, wenn einem Team ein paar wenige Prozent fehlen.

Ilzer ist jemand, der die Dinge offen beim Namen nennt, so bringt er es mit einem Statement direkt auf den Punkt: „Du kannst in vier Monaten kein österreichisches Spitzenteam werden. Wir sind auf einem guten Weg – wenn wir an unser Limit gehen –, aber noch lange nicht dort angelangt. Und wenn man eben nur einen Hauch nachlässt, dann passieren beispielsweise individuelle Fehler.“ Die Lavanttaler sind jetzt in jeglicher Hinsicht gefordert: „Wir müssen hackeln, investieren, dann kommt das Momentum auch wieder zurück.“

Aufgrund des äußerst fragwürdigen Ausschlusses von Kapitän Michael Sollbauer sowie der Gelbsperre von Nemanja Rnic sind Manfred Gollner und Ash Kigbu gefragt. „Klar steckst du solche Ausfälle nicht easy cheesy weg, aber Manfred hat heuer schon einige Spiele in den Beinen und gezeigt, dass er jederzeit voll da ist.“

Als kleine Wundertüte ist durchaus Kigbu zu betrachten. Der Engländer hat in der heurigen Bundesliga-Saison erst 31 Spielminuten (151 in der Regionalliga) zu Buche stehen. „Er zeigt in den Trainings bessere Leistungen als in den Spielen. Er muss sich einfach an Matches gewöhnen und braucht Spiele auf hohem Niveau. Dann bin ich überzeugt, dass er sein Talent auf dem Platz demonstrieren wird.“

Wäre da noch ein Blick auf den nächsten Gegner erlaubt. Mit dem LASK ist am Samstag (17) der Tabellenzweite im Anflug. „Wir spielen daheim, haben wie die Linzer auch eine gute Saison. Nur sind immer wieder Spiele dabei, in denen wir unsere Topleistung nicht abrufen können.“ Wichtig wird sein, die Partie rasch aus den Köpfen der Spieler zu bekommen und persönliche Schlüsse aus der Niederlage zu ziehen.

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