Zwei Spiele trennen den TSV Hartberg noch vor dem dritten Einzug in die Meistergruppe. Die Ausgangslage ist bei drei Punkten Vorsprung auf Platz sieben und noch einem Heimspiel gegen Schlusslicht BW Linz sehr gut, zuvor treffen die Oststeirer aber heute (17 Uhr, Sky live) auf Spitzenreiter Salzburg. Die „Bullen“ besiegten beim Einstand von Trainer Daniel Beichler vergangene Woche den LASK 5:1, da bei Hartberg die Stürmer Elias Havel und Jed Drew noch dazu angeschlagen sind, geht Salzburg als klarer Favorit ins Duell.

Ein Mann, der von den Verletzungen profitieren könnte, ist Lukas Fridrikas. Der 28-Jährige wartet seit November auf einen Startelf-Einsatz, heute könnte es wieder soweit sein. „Ich bin gut drauf, aber am Ende ist eine Entscheidung des Trainers. Havel und Marco Hoffmann haben es aber bisher gut gemacht, dann muss man sich auch einmal hintenanstellen“, erklärt der Offensivspieler. In den ersten vier Partien nach seiner Ankunft aus Altach erzielte Fridrikas drei Scorerpunkte. Danach setzte ihn eine Gehirnerschütterung für einige Wochen außer Gefecht, seitdem hat Hartberg nur ein Spiel verloren und Fridrikas muss auf größere Einsatzzeiten warten. „Die Verletzung kam wirklich zu einer blöden Zeit. Wenn die Ergebnisse so passen, ist es schwierig für mich, reinzurutschen“, sagt Fridrikas. Das Verhältnis mit Trainer Manfred Schmid leide aber nicht unter den Umständen: „Ich halte viel von ihm und verstehe mich sehr gut ihm.“

Mit einem vollen Erfolg gegen Salzburg wäre das Erreichen der Meistergruppe fix, aber auch bei einem Unentschieden wäre es, abhängig von den anderen Ergebnissen, möglich. „Ich denke, wenn wir so auftreten wie im Hinspiel, ist vieles möglich. Gegen Salzburg muss man aber immer konzentriert sein“, sagt Fridrikas. Im Hinspiel verloren die Steirer unglücklich 1:2. Falls Hartberg nach Runde 22 tatsächlich über dem Strich stehen sollte, will Fridrikas die Ziele weiter nach oben setzen, als Bonus will er die Meistergruppe nicht sehen: „Wir wollen Überragendes erreichen. Bisher ist der fünfte Platz die beste Platzierung in der Bundesliga-Geschichte. Es wäre doch ein geiles Ziel, das zu verbessern. Außerdem wäre es für die gesamte Mannschaft eine großartige Chance, sich zu präsentieren.“

Während also sportlich beim TSV alles auf Schiene ist, gibt es zurzeit immer wieder Themen neben dem Platz. Es wird immer wieder Kritik an den Trainingsplätzen laut, dazu ist der auslaufende Vertrag von Schmid noch nicht verlängert. „Dass die Plätze nicht optimal sind, ist kein Geheimnis. Der Vertrag vom Trainer ist aber mannschaftsintern überhaupt kein Thema, wir sind auf andere Dinge fokussiert“, erklärt Fridrikas.