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Ab März 2021Bundesliga-Trainer freuen sich auf den VAR

In 13 Monaten ist es so weit, dann wird auch in Österreich der Video Assistant Referee zum Einsatz kommen. Die Trainer der zwölf Bundesligisten freuen sich auf die Neuerung - in unterschiedlicher Ausprägung.

SOCCER - BL, VAR further education
© GEPA pictures
 

In etwa 13 Monaten wartet Österreichs Fußball-Bundesliga mit einer Neuerung auf, die in vielen Ligen Europas längst Realität ist. Der Video Assistent Referee (VAR) wird mit Beginn des Finaldurchgangs im März 2021 eingeführt und sorgt bei den Trainern der zwölf heimischen Oberhaus-Clubs schon jetzt für eine gewisse Vorfreude, wie eine von der APA durchgeführte Umfrage ergab.

Jeder Betreuer äußerte sich prinzipiell positiv über den Videobeweis, große Zustimmung kam etwa von Jesse Marsch (Salzburg), Valerien Ismael (LASK), Nestor El Maestro (Sturm Graz), Alexander Schmidt (St. Pölten) oder Thomas Silberberger (WSG Tirol). Da und dort schimmerten aber Bedenken durch - einige Coaches forderten, die richtigen Lehren aus den Turbulenzen zu ziehen, die der VAR in manchen Ländern auslöste. So befürwortete etwa Altachs Alex Pastoor den Videobeweis, "aber nur, wenn man die Erfahrung von anderen Ländern wirklich mitnimmt. Ansonsten ist es ein Rückschritt."

Vor allem die englische Premier League diente in den vergangenen Monaten als warnendes Beispiel. Minutenlanges Checken von Elfmeter-Situationen oder kurios anmutende Millimeter-Entscheidungen bei Abseitsstellungen sorgen auf der Insel praktisch im Wochentakt für einen Wirbel, den sich Rapids Dietmar Kühbauer gern ersparen würde. "Ich bin eher für als gegen den Videobeweis, aber er sollte nur bei klaren Fehlentscheidungen eingesetzt werden. Wenn es nur um Zentimeter und nicht um Meter geht, sollte zugunsten des Stürmers entschieden werden", forderte der Burgenländer mit Blick auf nachträgliche Abseits-Pfiffe.

Jubelnde Torschützen und Fans, die Minuten später erfahren, dass der Treffer ihres Teams wegen eines knappen Abseits oder eines Fouls aberkannt wurde, sind für Mattersburg-Trainer Franz Ponweiser keine verlockende Vorstellung. "Die große Gefahr ist, dass der Videoassistent ein Stimmungskiller sein kann, wenn die Freude durchs Stadion geht und zwei Minuten später ein Tor zurückgenommen wird."

Ähnlich äußerte sich Austrias Christian Ilzer. "Ich denke, dass das System noch optimierbar ist und finde, der Videoschiedsrichter sollte nicht zu oft und nur in absolut spielentscheidenden Situationen eingreifen, weil sonst die Emotion verloren geht."

Ferdinand Feldhofer vom WAC mahnte, man sollte die VAR-Pausen so kurz wie möglich halten, und Hartbergs Markus Schopp regte im Zusammenhang mit dem Videobeweis eine verbesserte Kommunikation mit den Zuschauern an, indem es Lautsprecher-Durchsagen geben sollte. Die Grundsatz-Entscheidung für den Video-Assistenten wird jedoch von keinem Trainer infrage gestellt. "Kein Weg führt am Videobeweis vorbei", meinte Schopp. "Grundsätzlich sehe ich die Einführung positiv", sagte Ilzer, und Ponweiser resümierte: "Es ist einfach der nächste Schritt. Der Fußball muss sich weiterentwickeln."

Bis zum Abschluss dieser Entwicklung dürfte aber noch einiges an Geduld notwendig sein, vermutete Admira-Coach Klaus Schmidt. "Es wird eine gewisse Zeit dauern, bis es funktioniert." Der Steirer wandelte sich in den vergangenen Monaten und Jahren vom VAR-Skeptiker zum -Befürworter. "Ich habe es zu Beginn kritisch gesehen, aber mittlerweile sieht man, dass Fehler klar aufgezeigt werden."

Kommentare (4)

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joe1406
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Ja ist super VAR!

Totenstille wenn ein Tor fällt - erst wenn VAR das Tor bestätigt wird gejubelt. So könnte das enden. Aer ist natürlich gerechter - logisch - wenn der VAR Schiri auch nicht blind ist.

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einmischer
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VAR

Bin schon gespannt wo man die VAR´s hernimmt.
Man hat ja nicht einmal genügend gute Schiris zum Pfeifen.
Vielleicht greift man ja auf den unerschöpflichen Fundus an ORF-Experten zurück.
In Deutschland hat sich die Schiri-Diskussion zu einer über den Kölner Keller gewandelt

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LaPantera69
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Es werden die Schiedsrichterpensionäre wie Falb und Co, die nun als Spielbeobachter fungieren reaktiviert...
... so gesehen ist es wohl kein Fortschritt, wenn die selben Blinden wieder Entscheidungen treffen

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einmischer
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LaPantera69

Ja, aber wer soll´s machen?
Es wird vermutlich nur die Diskussion vom Schiedsrichter-Trio am Feld in den "Keller" transferiert.
Was für einen Schiri Handspiel ist, ist für den Anderen keines.
beim Foul detto.
Was da bei den Deutschen an lächerlichen Elfern gegeben, und vom VAR bestätigt werden ist unglaublich und oft nicht nachvollziehbar.
Und bei Abseits sieht man zwar wunderbar die "kalibrierte Linie", aber den Moment des Abspiels hat man nicht ganz so gut im Griff.
Ich denke das ist den enormen Aufwand einfach nicht wert.

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