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Rückschlag für Fußball-BundesligaKein Mannschaftstraining vor 15. Mai - Wiederbeginn verzögert sich damit

Der Fußball ist wieder ein Stück in die Ferne gerückt: Nach einem Termin mit dem Gesundheitsministerium ist klar, dass für die Bundesligaklubs ein Mannschaftstraining vor 15. Mai unmöglich ist - damit verzögert sich auch der angepeilte Wiederbeginn der Meisterschaft.

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Die Bundesliga erlitt einen leichten Dämpfer im Kampf und die Beendigung der Saison © 
 

Man hatte große Hoffnungen in den Termin mit dem Sport- und dem Gesundheitsministerium gesetzt vonseiten der Bundesliga. Doch am Ende gab es eher Ernüchterung. Denn klar ist: Die für 15. Mai angepeilte Wiederaufnahme des Spielbetriebs wird nicht möglich sein. Denn erst zu diesem Datum wird es frühestens wieder ein volles Mannschaftstraining geben.

Zwar, teilte die Bundesliga mit, hätten die Ministerien und deren Beamte das vorgelegte Konzept der Liga "als grundsätzlich gut durchdacht" bewertet, doch gibt es trotzdem große Hürden. Denn folgende Punkte sind nun klar:

  •  Ein volles Mannschaftstraining für die Teams der Bundesliga und des SC Austria Lustenau ist frühestens mit der nächsten Verordnung des Gesundheitsministers am 15. Mai 2020 denkbar. Bis dahin ist damit weiterhin nur das Training in Kleingruppen gestattet.
  • Das Training für die Klubs der zweiten Liga wird ab 15. Mai 2020 unter Maßgabe der in der Verordnung definierten Rahmenbedingungen möglich sein.

  • Test-Pooling (gemeinsames Auswerten mehrerer Testpersonen) kann für die Teststrategie berücksichtigt werden, wobei maximal fünf Personen in einer Gruppe zusammengefasst werden dürfen. Dies senkt die Kosten.

  • Hinsichtlich der Quarantänemaßnahmen wurde festgehalten, dass positiv getestete Personen und deren Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.

  • Die Bundesliga soll das aktuelle Konzept auf Basis der nun  angesprochenen Informationen überarbeiten und bis spätestens Ende nächster Woche erneut übermitteln, um eine Aufnahme der angedachten Maßnahmen in der nächsten Verordnung des Gesundheitsministeriums (eben jene am 15. Mai 2020) zu ermöglichen.

Für Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer ist damit klar: "Mit den Ergebnissen des heutigen Termins ist eine sportliche Beendigung der Saison 2019/20 schwieriger geworden." Klar sei, dass der 30. Juni definitiv nicht mehr zu schaffen ist. Was nun zu tun sei: "Die zusätzlichen Herausforderungen und alle weiteren Schritte werden wir nun mit unseren Klubs besprechen, um im Laufe der kommenden Woche das überarbeitete Konzept abermals übermitteln zu können."

Fortgesetzt werden könnte die seit Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzte Bundesliga-Saison aber dennoch. Das ÖFB-Präsidium hatte eine Verlängerung bis 31. Juli am Mittwoch genehmigt. Auch die Europäische Fußball-Union (UEFA) müsste einer Fortsetzung über den Stichtag hinaus noch zustimmen. Das gilt aber als Formalakt.

Nachjustieren muss die Liga in ihrem "Geisterspiel-Konzept" bei mehreren Themen. Ein entscheidender Punkt scheint das Vorgehen, wenn ein Akteur bei den PCR-Tests, deren Ergebnisse jeweils am Spieltag um 10.00 Uhr vorliegen müssen, positiv auf das Coronavirus getestet wird. Das Bundesliga-Konzept sah die Möglichkeit vor, nur den betroffenen Akteur zu isolieren. Das Gesundheitsministerium wies laut Ligaangaben aber darauf hin, dass auch dessen Kontaktpersonen in Quarantäne zu stellen seien.

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