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Massimo CellinoRassismus: Heftige Kritik an Brescia-Boss nach Aussage zu Balotelli

"Er ist schwarz, was soll ich sagen, er arbeitet daran, heller zu werden, aber das fällt ihm sehr schwer", sagte Cellino am Montag.

© APA (AFP)
 

Der Präsident des italienischen Fußball-Erstliga-Vereins Brescia, Massimo Cellino, hat sich mit einer anscheinend ironisch gemeinten Bemerkung über Stürmerstar Mario Balotelli heftige Kritik eingefangen. "Er ist schwarz, was soll ich sagen, er arbeitet daran, heller zu werden, aber das fällt ihm sehr schwer", sagte Cellino am Montag.

Der Clubchef antwortete dabei auf die Frage, was mit Balotelli los sei, nachdem er am Wochenende in der Serie A nicht eingesetzt worden war. Der italienische Abgeordnete Nicola Fratoianni von der kleinen Linkspartei Leu reagierte heftig. "Cellino, es tut mir leid, aber Sie haben idiotische Worte gebraucht, die die ohnehin schon kompromittierte Lage des italienischen Fußballs nur noch verschlimmern können. Schande", schrieb er auf Facebook.

Auseinandersetzung

Balotelli war von Brescia-Trainer Fabio Grosso aus dem Aufgebot für das Spiel am Sonntag bei AS Roma gestrichen worden. Damit reagierte der Coach auf eine Auseinandersetzung mit dem 36-fachen Nationalspieler im Training am vorigen Donnerstag.

Balotelli ist in Italien immer wieder rassistisch beleidigt worden. Der dunkelhäutige Spieler wurde als Sohn ghanaischer Eltern in Italien geboren. Anfang November hatten ihn Fans von Hellas Verona beim Heimspiel gegen Brescia mehrfach mit Affenlauten und rassistischen Rufen beleidigt. Daraufhin stoppte Balotelli während eines Angriffs den Ball, nahm ihn in die Hände und schoss ihn in Richtung eines Fanblocks der Gastgeber.

Der Verein versuchte nach Cellinos Bemerkung am Montag die Wogen zu glätten. "Brescia Calcio stellt klar, dass es sich ganz offensichtlich um einen Witz im Sinne eines Paradoxons handelte, der offenkundig missverstandenen wurde, und der in dem Versuch losgelassen wurde, eine übertriebene Medienzurschaustellung zu entschärfen und den Spieler selbst zu schützen", schrieb der Verein.

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