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Reaktionen nach PlatzsturmGraeme Souness: "Ein Dorftrottel hätte hier jemanden umbringen können"

Tausende Fans von Manchester United stürmten vor dem Spiel gegen den FC Liverpool das Stadion. In England gibt es unterschiedliche Reaktionen zum Platzsturm.

May 2, 2021, Manchester, United Kingdom: Police officers move in to disperse football fans during a protest against the
Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei © (c) imago images/ZUMA Wire (Andy Barton via www.imago-images.de)
 

Der englische Fußball zeigte sich am Tag nach den Ausschreitungen in Manchester erschüttert. Vor dem Duell zwischen United und dem FC Liverpool drangen Anhänger in das Old Trafford ein und protestierten gegen die Eigentümer und das Vorgehen rund um die geplante Teilnahme an der Super League.

Auch vor dem Stadion ging es wild zur Sache. Zwei Polizisten wurden schwer verletzt. Einer davon liegt nach den Vorfällen sogar im Krankenhaus. In einer Mitteilung des Klubs hieß es: "Unsere Fans sind begeistert von Manchester United, und wir erkennen das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedlichen Protest voll und ganz an. Wir bedauern jedoch die Störung des Teams und die Aktionen, die andere Fans, Mitarbeiter und die Polizei in Gefahr gebracht haben. Wir danken der Polizei für ihre Unterstützung und werden sie bei späteren Ermittlungen unterstützen."

Die Reaktionen im Land fielen aber durchaus unterschiedlich aus. Verständnis gab es von United-Legenden Gary Neville und Roy Keane. "Es gibt große Unzufriedenheit. Die Fans sagen im Grunde, dass genug genug ist", meinte Neville. "Die Fans protestieren, weil sie den Verein lieben", fügte Keane hinzu. Mit Graeme Souness kommt heftiger Gegenwind von einer Legende des FC Liverpool. "Das hätte jemanden fürs Leben zeichnen können“, kritisierte der Schotte. "Wir sitzen hier und sagen, dass es richtig ist, dass sie demonstrieren, aber ein Dorftrottel hätte hier heute jemanden umbringen können."

Nach dem Ärger um die Fußball-Super-League reagierte die Premier League indes und will Vereine von solchen Alleingängen abhalten.  Die Clubbesitzer sollen verpflichtet werden, eine Charta zu unterzeichnen, in der sie sich den Grundprinzipien der Liga verpflichten. Ein Verstoß dagegen werde mit deutlichen Sanktionen bestraft. "Einige wenige Clubs dürfen nicht so eine Spaltung verursachen", teilte die Liga am Montag mit. Die sechs englischen Topclubs Manchester City, Manchester United, Chelsea, Liverpool, Tottenham und Arsenal zählten zu den Initiatoren der nach heftigen Protesten verworfenen europäischen Super League.

 

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