Premier LeagueManCity greift nach historischem Triumph

Gewinnt Manchester City am Samstag das Derby gegen United, wäre das Team von Pep Guardiola so früh Meister wie noch keine englische Mannschaft zuvor.

FBL-ENG-PR-EVERTON-MAN CITY
Können die City-Stars auch am Samstag jubeln? © APA/AFP/PAUL ELLIS
 

Drei Tage nach dem 0:3 im Viertelfinal-Hinspiel der Fußball-Champions-League hat Manchester City die Chance auf einen historischen Titelgewinn. Sollte die Mannschaft von Josep Guardiola am Samstag das Heimspiel gegen Manchester United gewinnen, wäre sie englischer Meister - und das so früh wie kein anderes Team in der Premier-League-Geschichte zuvor.

Dass dieser Erfolg gegen den großen Rivalen und vor eigenem Publikum fixiert werden kann, macht die Sache für die "Citizens" noch einmal eine Spur reizvoller. "Für unsere Fans würde das die Welt bedeuten. Ich lebe lange genug in Manchester um zu wissen, wie wichtig es für sie ist - und wie wichtig es für den anderen Club ist, dass es nicht passiert", erklärte der seit 2008 bei City engagierte Kapitän Vincent Kompany.

Guardiola könnte Spieler schonen

Allerdings kommt die Partie für ManCity zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Der überlegene Spitzenreiter leckt noch an den Wunden der schweren Niederlage an der Anfield Road und muss gleichzeitig Kräfte für das Rückspiel gegen Liverpool am kommenden Dienstag sparen, um vielleicht doch noch die Wende zu schaffen. Deshalb deutete Guardiola bereits an, gegen United einige Profis zu schonen.

Die Chancen der ausgerasteten "Red Devils" auf eine Verschiebung der City-Party stehen also nicht schlecht. Zu verhindern ist der insgesamt fünfte Meistertitel des regierenden Liga-Cup-Siegers allerdings nicht: Sieben Partien vor Schluss liegen die "Citizens" 16 Punkte vor dem zweitplatzierten Rekordmeister.

Dieser Rückstand, das frühe Scheitern in der Champions League und die oft unattraktive Spielweise brachte United-Coach Jose Mourinho in den vergangenen Monaten einiges an Kritik ein. Dabei liefert der Großclub zumindest auf nationaler Ebene eigentlich keine schlechte Saison ab - im FA-Cup steht man im Semifinale und in der Liga hat man schon jetzt mehr Punkte als zu Saisonende 2015/16 geholt. Auf die Ausbeute von 2016/17 fehlt noch ein Zähler. "Aber es gibt eben einen Club, mit dem man praktisch nicht mithalten kann", gab Mourinho zu.

Liverpool ohne Salah

Für Liverpool trifft das nur bedingt zu. Zwar liegen die "Reds" in der Premier League nach Verlustpunkten gerechnet 21 Zähler hinter City, zwei von drei direkten Duellen gingen aber an die Truppe von Jürgen Klopp, auf die am Samstag auswärts gegen Everton ebenfalls ein Derby wartet. Die "Toffees" haben nur eines der jüngsten 22 Liga-Matches gegen Liverpool gewonnen, könnten diese Bilanz aber nun etwas verschönern, weil Liverpool wohl nur mit einer verstärkten B-Elf antreten wird. Fehlen wird unter anderem der an Adduktorenproblemen laborierende Topstar Mohamed Salah, dessen genauer Verletzungsgrad noch immer nicht bekanntgegeben wurde.

Das dritte Premier-League-Derby an diesem Wochenende geht mit österreichischer Beteiligung über die Bühne. Marko Arnautovic trifft mit West Ham auswärts auf den kriselnden Vorjahresmeister Chelsea. Leicester City (Aleksandar Dragovic, Christian Fuchs) empfängt Newcastle, Watford (Sebastian Prödl) spielt daheim gegen Burnley und Stoke City (Moritz Bauer, Kevin Wimmer) hofft vor eigenem Publikum gegen Tottenham auf wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Zwischen 22 Uhr und 8 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.