AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Europa LeagueEin bärenstarker LASK verliert doch bei Sporting Lissabon

Wie geht das nur? Der LASK war bei Sporting Lissabon klar überlegen, die bessere Mannschaft, hatte Chancen auf dem Fließband - und muss doch mit einer 1:2-Niederlage die Heimreise antreten.

FBL-EUR-C3-SPORTING-LASK
Der LASK konnte die Niederlage in Lissabon nicht fassen © APA/AFP/PATRICIA DE MELO MOREIRA
 

Es gibt Niederlagen, die sind wirklich sehr, sehr ärgerlich. Frag' nach beim LASK: Die Oberösterreich glänzten über weite Strecken bei ihrem zweiten Auftritt in der Europa League beim Gastspiel in Lissabon bei Sporting - und verloren letztlich doch 1:2 (1:0). Zwei Chancen reichten den Portugiesen, die davor praktisch schon zum Abschuss freigegeben waren, um die frühe Führung der Oberösterreicher durch Marko Raguz (16.) mehr als nur auszugleichen. Luiz Phellype (58.) und Superstar Bruno Fernandes (63.) sorgten für einen Sieg, den die Portugiesen wohl selbst nicht verstehen.

Hier geht es zum Ticker des Spiels zum Nachlesen

Nach dem Rückschlag vor 31.225 Zuschauern im Estadio Jose Alvalade hält der LASK nach zwei Gruppenspielen weiter bei drei Zählern. Nun wartet das Doppel gegen den PSV Eindhoven auf die Mannschaft von Trainer Valerien Ismael. Auf die sich bisher stark präsentierenden Niederländer - die 4:1 gegen Trondheim siegten - treffen die Linzer zunächst am 24. Oktober auswärts.

Nach dem Schlusspfiff in Lissabon haderten die LASK-Profis - zurecht. Sie hatten ein klares Chancenplus, Sporting war aber effizienter und brachte das Resultat über die Zeit. Dabei hatte es von Beginn an nach einer Überraschung durch den Außenseiter ausgesehen. So benötigten die in rosa Trikots eingelaufenen Oberösterreicher in der Höhle der "Löwen" nur eine halbe Minute, um Eindruck zu schinden. "Der Gegner hat eine Ecke und einen Schuss und kommt zu zwei Toren", schimpfte da auch Tormann Alexander Schlager, "dabei war unsere Leistung hervorragend, der Gegner war schon tot - da müssen wir dann eben einfach kaltschnäuziger sein und alles klar machen. . ."

Frieser mit erstem Warnschuss

Dominik Frieser setzte sich bereits nach 30 Sekunden im Strafraum durch, Torhüter Renan Ribeiro rettete mit einer Fußabwehr und machte sich auch im Nachschuss erfolgreich vor dem LASK-Angreifer breit. Die sportlich unterdurchschnittlich in die Saison gestarteten Lissaboner hatten sichtlich Probleme mit den selbstbewusst auftretenden Gästen, die den Gegner wie gewohnt früh anpressten - und damit erfolgreich fuhren. Die Führung war logische Konsequenz.

Der ehemalige Barcelona-Profi Jeremy Mathieu produzierte beim Herausspielen einen haarsträubenden Fehlpass, Raguz ließ in Folge seinen Gegenspieler aussteigen und wuchtete den Ball ins Tor. Im fünften Versuch traf damit erstmals eine österreichische Mannschaft in einem Auswärtsspiel bei Sporting. Thomas Goiginger hätte beinahe einen Doppelschlag vollendet, sein Versuch zischte aber am langen Eck vorbei. Eine weitere Statistik - acht Schüsse der Linzer Richtung Sporting-Gehäuse in den ersten 20 Minuten - verdeutlichte das Geschehen.

Lissabons Nummer zwei hinter Rekordmeister Benfica blieb fast völlig wirkungslos. Coach Silas - der dritte des Clubs in dieser Saison - starrte von der Bank beunruhigt Richtung Spielfeld. Sein Gegenüber Ismael durfte sich freuen. Der Franzose hatte Österreichs U21-Teamstürmer Raguz anstelle von Joao Klauss aufgeboten. Ein Schachzug, der aufging. Erst nach einer halben Stunde kam Sporting ein wenig besser in die Partie, konnte sich aber kaum entfalten, da der LASK die Räume in der eigenen Spielhälfte eng machte. Bei den Portugiesen wandelte Linksaußen Marcos Acuna nach Attacken gegen Philipp Wiesinger und Reinhold Ranftl am Rande des Ausschlusses.

Weitere Akzente

Die Linzer versuchten nach Seitenwechsel wieder Akzente zu setzen. Gernot Trauners Kopfball nach einem Eckball flog knapp über die Latte, Goigingers Abschluss aus der Drehung hätte ebenfalls das 2:0 bedeuten können. Für Raguz kam nach 55 Minuten dann Klauss. Drei Minuten später schaffte Sporting den Ausgleich. Phellype stieg nach einem Eckball erfolgreich hoch, wobei die Zuordnung beim LASK in dieser Szene nicht passte. Für die Ismael-Elf kam es noch schlimmer: Bruno Fernandes stand beim Zuspiel von Phellype nicht im Abseits, Sportings Starspieler ließ sich die Chance nicht entgehen.

Ein rascher Ausgleich wäre möglich gewesen, auch beim zu zentral angetragenen Abschluss von Klauss aus elf Metern fehlte aber Kaltschnäuzigkeit (69.). Der unermüdliche Goiginger prüfte Ribeiro mit einem Fernschuss ein weiteres Mal (78.). Auch die Schlussoffensive der Linzer brachte nichts mehr ein. Und Peter Michorl war enttäuscht: "Es war eine echt gute Leistung. Wir haben Sporting meist ganz weit weg vom Tor gehalten, wir hatten viele Chancen. So ein Spiel darfst du nicht verlieren. Aber wir werden daraus lernen.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.