Borussia Mönchengladbach hat das 95. Erstliga-Rheinderby in der deutschen Fußball-Bundesgliga gegen den 1. FC Köln verdient mit 5:2 (2:1) gewonnen. Tragische Figur bei den Kölnern war Florian Kainz. Der Österreicher traf zunächst per Elfmeter, den er selbst herausgeholt hatte, zum 1:1-Ausgleich (31.), verursachte aber vor der Pause den von Ramy Bensebaini verwandelten Strafstoß zum 2:1 für die Borussia und flog dafür zudem mit Gelb-Rot vom Platz (45.+1). Somit ist er seit Beginn der Datenerfassung 2004/05 der erste zweite Spieler, der in einem Spiel in der Deutschen Bundesliga sowohl einen Elfmeter herausholte, einen Elfmeter verschuldete, ein Tor erzielte und dann vom Platz flog.

Im Rheinderby stand auch der zweite rot-weiß-rote Köln-Legionär in der Startformation, musste aber schon in der ersten Halbzeit vom Feld. Dejan Ljubicic wurde nach einem Zusammenprall verletzt ausgetauscht (40.). Der seit Samstag 25-Jährige dürfte nach Angaben seines Trainers Steffen Baumgart länger ausfallen. Bei Gladbach wurde Stefan Lainer erst in der 83. Minute eingewechselt, Hannes Wolf fehlte verletzt. Mit 15 Punkten aus neun Spielen zog Gladbach in der Tabelle an Köln (13) vorbei auf Rang sechs.

Der Sieg ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Tore von Marvin Friedrich (27.), Bensebaini (45.+2/Elfmeter, 76.), Kapitän Lars Stindl (47.) und Marcus Thuram 5:2 (91.) sorgten vor 54.042 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park für den ersten Gladbacher Derbysieg nach drei Niederlagen in Serie.