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Champions LeagueElfmeter-Orgie am dritten Gruppenspieltag

Zudem verteilten die Schiedsrichter in den sechs Nachtspielen vier Rote Karten.

Lionel Messi leitete mit seinem Elfmetertreffer den Sieg über Dinamo Kiew ein. © AFP
 

RB Leipzig hat am Mittwochabend sein Heimspiel in der Champions League gegen Vorsaison-Finalist Paris St. Germain 2:1 (1:1) gewonnen. Tabellenführer der Gruppe H ist aber weiter Manchester United trotz der überraschenden 1:2-Niederlage in Istanbul beim bisher punktlosen türkischen Champion Basaksehir. Leipzig schloss aber mit sechs Zählern zu Englands Rekordmeister auf.

Der Gruppe-G-Spitzenreiter FC Barcelona gewann indes mit einem 2:1-Heimsieg über Dynamo Kiew auch sein drittes Match, Verfolger Juventus Turin siegte in Budapest bei Ferencvaros souverän 4:1. Neuer Tabellenführer der Gruppe F ist Borussia Dortmund nach einem 3:0-Sieg in Brügge, da Lazio Rom bei Zenit St. Petersburg nur 1:1 spielte. Die Gruppe E führt dagegen nach einem 3:0-Heimsieg über Stade Rennes weiter Chelsea an, Sevilla ist aber nach einem 3:2-Heimerfolg gegen Krasnodar weiter punktegleich mit den Londonern.

Kapitän Sabitzer gewann mit Leipzig

Der französische Meister trat in Leipzig in der Neuauflage des Halbfinales von Mitte August ohne seine verletzten Superstars Neymar und Kylian Mbappe an und erwischte trotzdem einen Traumstart, weil Ex-Salzburg-Spieler Dayot Upamecano PSG-Stürmer Moise Kean ideal bediente. Und der Italiener steckte perfekt durch für Di Maria, der den Ball ins lange Eck bugsierte. Nach einem Handspiel von Upamecano trat der Torschütze zum Elfer an, scheiterte aber an Tormann Peter Gulacsi (16.).

Nach diesem Fehlstart kämpfte sich Leipzig aber in die Partie und kam durch Christopher Nkunku (42.) zum Ausgleich. Emil Forsberg (57.) sorgte mit einem verwandelten Handelfmeter für den Endstand. Die Gäste aus Paris beendeten das Match nach Gelb-Rot für Idrissa Gueye (69.) und Presnel Kimpembe (95.) nur zu neunt. ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer spielte als Kapitän bei Leipzig bis zur 90. Minute.

Demba Ba-saksehir schockte ManU

Manchester United tat sich extrem schwer gegen die von Beginn an nur auf Konter lauernde Elf aus Istanbul, deren Igeltaktik vollends aufging. Denn schon in der 13. Minute nutzte Demba Ba die fehlende Gegenstoß-Absicherung der Gäste von der Insel und stellte auf 1:0. Ein schwerer Schnitzer von Juan Mata leitete dann das 2:0 durch den bosnischen Internationalen Edin Visca ein (40.).

Nur drei Minuten später verkürzte der Franzose Anthony Martial nach Flanke von Luke Shaw per Kopf zwar auf 1:2, doch zu mehr reichte es für den an diesem Abend einfallslose Mannschaft von Ole Gunnar Solskjaer nicht. Basaksehir durfte somit seinen Premierensieg in der Königsklasse bejubeln.

Doppelter Haaland bei BVB-Sieg

Für Barcelona erzielte Weltfußballer Lionel Messi (5.) vom Elferpunkt sein bereits 118. Champions-League-Tor, nachdem der Argentinier von Denys Popow im Strafraum gelegt worden war. Gerard Pique erhöhte per Kopf auf 2:0 (65.), ehe Viktor Tsygankov (75.) für Dynamo Kiew traf. Matchwinner für Juventus war Alvaro Morata (7., 60.) mit einem Doppelpack. Zwei schwere Schnitzer von Ferencvaros-Keeper Denes Dibusz führten noch zu zwei weiteren Juve-Treffern. Zunächst traf Paulo Dybala (73.), dessen Schuss in der 81. Minute von Lasha Dvali ins eigene Tor bugsiert wurde.

Dortmund entschied die Partie in Brügge durch Tore von Thorgan Hazard (14) und Ex-Salzburg-Stürmer Erling Haaland (18., 32.) bereits vor der Pause. In St. Petersburg, wo trotz Corona-Pandemie 20.000 Zuschauer im Stadion dabei sein durften, erzielte Alexander Jerochin (32.) das 1:0 für die bisher punktlosen Gastgeber, die in der Folge mehrere Chancen ausließen. So kam Lazio, das nach zahlreichen positiven Covid-19-Tests – u.a. auch Italiens Teamstürmer Ciro Immobile – nur noch 13 Spieler zur Verfügung hatte, im Finish zum Ausgleich durch "Joker" Felipe Caicedo (82.).

Sevilla drehte in Unterzahl ein 0:2

Chelsea-Matchwinner war der Deutsche Timo Werner mit zwei Elfertoren (10., 41.). Sein Landsmann Kai Havertz fehlte wegen einer Covid-19-Infektion bei den Gastgebern. Krasnodar führte nach einem Elfmeter in Sevilla bereits 2:0 und war nach einer Roten Karte für Jesus Navas wegen Torraubs unmittelbar vor der Pause die ganze zweite Hälfte in Überzahl. Trotzdem drehten die Andalusier die Partie noch durch Tore von Ivan Rakitic (42.) sowie Youssef En-Nesyri, der nur 190 Sekunden benötigte um seinen Doppelpack zu schnüren.

Kommentare (1)
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Gelernter Ösi
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Wer im Strafraum den Gegner berührt, hat schon verloren.

Der muss sich nur fallenlassen. Selbst nach Berührungen, die er außerhalb nicht einmal wahrnimmt. Notfalls muss er den Kontakt selbst suchen: Ball virbeispielen und in den Mann reinlaufen, hab ich gestern auch in irgendeiner Partie gesehen. Der Videobeweis wird ihn immer bestätigen: Ja, da war eine Berührung! Und dann wird auch noch von den Kommentatoren kluggeschissen, wie beim Elfer für die Bayern gegen Salzburg: Wie dumm doch der Verteidiger ist. Wer es auf einen Elfer anlegt, kriegt ihn heute leichter denn je.