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Champions-League-QualifikationDer LASK gewinnt bei Basel sensationell mit 2:1

Im Hinspiel der dritten Runde zur Champions-League-Qualifikation landen die Linzer beim großen FC Basel im Jakobspark einen verdienten Sieg.

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Großer Jubel bei den Linzern © APA/KEYSTONE/WALTER BIERI
 

Der LASK hat sich bei seinem ersten Auftritt in der Qualifikation der Fußball-Champions-League in eine sehr gute Ausgangsposition gebracht. Die Linzer gewannen das Hinspiel beim favorisierten FC Basel am Mittwoch mit 2:1 (0:0). Die Tore erzielten Gernot Trauner (50.) und Joao Klauss (82.) bzw. Luca Zuffi (87.). Die Tür ins Play-off um den Einzug in die Millionenliga ist für den LASK offen.

Basel musste ohne seinen Topstürmer Albian Ajeti antreten. Der Schweizer Nationalspieler, wegen muskulärer Probleme fraglich, stand unmittelbar vor einem Transfer zu West Ham und daher nicht im Kader. Beim LASK agierte Thomas Goiginger erstmals in dieser Saison in der Startformation. Der Schlüsselspieler der vergangenen Saison war in der Vorbereitung von einer Schambeinentzündung zurückgeworfen worden.

Die Linzer starteten vor 20.470 Zuschauern, darunter rund 1.000 mitgereiste LASK-Fans, mutig und hatten schon in der Anfangsphase mehr vom Spiel. Einziger Wermutstropfen: Christian Ramsebner musste wegen einer Oberschenkelverletzung früh durch Emanuel Pogatetz ersetzt werden (17.).

FC Basel - LASK 1:2 (0:0)

Tore: Zuffi 887.) bzw. Trauner (50.), Klauss (82.)

Basel: Omlin - Widmer, Cömert, Alderete, Riveros - Balanta (76. Bua), Frei - Van Wolfswinkel, Zuffi, Stocker (65. Ademi) - Pululu (76. Okafor)

LASK: Schlager - Ramsebner (17. Pogatetz), Trauner, Wiesinger - Ranftl, Holland, Michorl, Renner - Goiginger (63. Frieser), Klauss (83. Raguz), Tetteh

Gelbe Karten: Riveros bzw. Michorl

Rückspiel am 13. August in Linz. Sieger im Play-off gegen Gewinner aus Club Brügge - Dynamo Kiew (Hinspiel 1:0).

Goiginger agierte im Strafraum etwas zu unentschlossen. Statt aus guter Position selbst den Abschluss zu suchen, spielte er auf Joao Klauss ab, dessen Versuch geblockt wurde (23.). Basel kam bei Regen erst Mitte der ersten Hälfte etwas besser ins Spiel. Nach einem Corner hatte der LASK Glück, dass Ajeti-Ersatzmann Afimico Pululu den Ball aus Abseitsposition über die Linie drückte. Womöglich wäre der Ball auch ohne sein Zutun ins Tor gegangen (34.).

Nach Seitenwechsel schlug Trauner zu. Der LASK-Kapitän verwertete einen Corner von Peter Michorl auf für ihn typische Art und Weise am kurzen Eck per Kopf. Die vom früheren ÖFB-Teamchef Marcel Koller und seinem Assistenten Thomas Janeschitz betreuten Basler riskierten erst in der Schlussphase etwas mehr. LASK-Torhüter Alexander Schlager bändigte aber einen Ball von Ricky van Wolfswinckel (78.) und war auch gegen Kevin Bua auf dem Posten (81.).

Zitiert

Valerien Ismael (LASK-Coach): "Überrascht bin ich nicht. Ich glaube, eher in der Schweiz ist man überrascht über eine Mannschaft, die nichts kann, wie man uns bezeichnet hat. Riesenkompliment an meine Mannschaft - wir waren uns treu, haben gekämpft, sind immer nachgegangen. In der ersten Halbzeit hat vielleicht die Überzeugung im Abschluss gefehlt. Dann kam die Führung nach einer Standardsituation. In Basel ist es klar, dass du nicht alles verteidigen kannst. Traurigkeit gibt es, dass sich unser Innenverteidiger Ramsebner verletzt hat. Ich glaube, das ist eine Riesenleistung von uns. Jetzt geht es darum, genau so eine Leistung auch in Linz abzurufen - aber da haben wir unsere Fans im Rücken."

Klauss erzielte nach Zuspiel von Samuel Tetteh sogar noch das 2:0. Sein Schuss wurde von Eray Cömert allerdings unhaltbar abgefälscht. Auf der Gegenseite gab Zuffi dem Schweizer Vizemeister mit einem Treffer von der Strafraumgrenze ins linke Kreuzeck noch einmal Hoffnung. Im Finish klärten Schlager und Rene Renner mit vereinten Kräften Basels letzte gefährliche Aktion (93.).

LASK-Trainer Valerien Ismael gab ein mehr als gelungenes Europacup-Debüt als Chefcoach. Die Linzer gewannen auch ihr viertes Pflichtspiel unter dem Franzosen, der nach dem Vizemeistertitel von Oliver Glasner übernommen hatte. Es war erst der dritte Europacup-Sieg eines österreichischen Teams in der Schweiz nach Wacker Innsbruck 1977 in Basel (3:1) und Admira/Wacker 1990 in Luzern (1:0).

Champions League

Qualifikation, 3. Runde, Hinspiele:

FC Basel - LASK 1:2 (0:0)
FK Krasnodar - FC Porto 0:1 (0:0)
Basaksehir Istanbul - Olympiakos Piräus 0:1 (0:0)
CFR Cluj (ROU) - Celtic Glasgow 1:1 (1:1)
NK Maribor - Rosenborg Trondheim 1:3 (0:0)
Club Brügge - Dynamo Kiew 1:0 (1:0)
APOEL Nikosia - Karabach Agdam (AZE) 1:2 (0:0)
PAOK Saloniki - Ajax Amsterdam 2:2 (2:1)
Dinamo Zagreb - Ferencvaros Budapest 1:1 (1:0)
Roter Stern Belgrad - FC Kopenhagen 1:1 (1:0)

Basel muss im Rückspiel nächsten Dienstag (20.30 Uhr) in Linz zumindest zwei Treffer erzielen, um nach PSV Eindhoven auch die Linzer auszuschalten. Schon in der vergangenen Saison hatte der LASK in vier Europacup-Spielen gegen Lilleström und Besiktas Istanbul nie mehr als ein Gegentor erhalten. Selbst bei einem Aus haben die Oberösterreicher das Ticket für die Gruppenphase der Europa League sicher. Auf den Sieger wartet im Play-off um die Champions League der Aufsteiger aus Club Brügge gegen Dynamo Kiew (Hinspiel 1:0).

Kommentare (9)

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bimsi1
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LASK, wie der alte GAK.

Das Spiel des LASK erinnerte an die Spiele des GAK unter Walter Schachner gegen Liverpool. Und einer der Spieler von damals war gestern beim LASK wieder im Einsatz: Emanuel Pogatetz

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AntiK
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Also..


....mit allem Respekt, was hat der schwarz/weiße LASK mit meinem GAK am Hut?

Wir sollten lieber auf uns und den ohnehin schwierigen Klassenerhalt schauen.

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Rick Deckard
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Bravo!

Lask hat die Sturmtugenden übernommen!
Apropos Sturm - ach was - auch Kreissl und Jauk werden vorbei gehen - dann wird es auch mit Sturm wieder bergauf gehen.

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semperubique
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LASK, das neue

sturm graz!

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dribblanski
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Muss man neidlos anerkennen,

die Linzer, jahrelang irgendwo im Hinterland der Schwarzweißen, haben eine gewaltige Entwicklung durchgemacht. Sie treten mit einem gehörigen Selbstbewusstsein auf, verfügen über die richtige Mischung aus Jung und Alt, Technik und Kampfkraft, und haben sich eindeutig zur Nr. 2 in Österreich gemausert. Respekt und Vorbildwirkung, nicht nur für Sturm sondern auch die Clubs unserer ehemaligen Fußballhauptstadt!

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georgXV
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Du weißt doch ...

... "die Clubs aus der ehemaligen Fußballhauptstadt" werden von ihren (LEIDER) auch politisch tätigen Oberha.wa.ran und Großmeistern des "part of the game" regiert !!!
Und da stehen meistens politische Interessen (inklusive der Fankultur) vor den sportlichen !!!

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Sashoma
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Stoak

Grüsse aus Basel

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Lili2203
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Gratulation!

Damit war nicht zu rechnen. LASK hat hiermit bewiesen das es nicht ein zufall war Vize Meister zu werden. Ich wünsche als erz Schwoazer den Linzern alles Gute für die Zukunft.

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plolin
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Super!

Herzlichen Glückwunsch nach Linz !

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