WM 2022Arbeiten und Sterben für den Weltfußball

Über der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar liegt ein Schatten von Tausenden ungeklärten Todesfällen. Amnesty International macht Druck auf die Veranstalter und die FIFA. Der Erfolg zeigt sich in Raten.

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Stadien wurden aus dem Wüstenboden gestampft, es herrscht dicke Luft über Doha © Gigler
 

Den Großteil seines Lebens hatte Suman Miah eigentlich noch vor sich. Ja, es türmte sich geradezu auf in Gestalt der Fußball-Weltmeisterschafts-Stadien in Katar, an deren Errichtung der Bauarbeiter aus Bangladesch mit der Aussicht auf ein besseres Dasein mitwirkte. Doch der Aufbau einer schöneren Existenz spitzte sich in einer Katastrophe zu. Der 34-Jährige war der enormen Hitze nicht gewachsen, er starb nach einer überlangen Schicht am 29. April 2020 unter unwürdigen Bedingungen.

Kommentare (9)
robsiharrer
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Das wird für mich die erste WM

Seit Jahrzehnten, der ich keine Sekunde Zeit schenken werde. Nur so kann man dieses grausame System boykottieren.

hansi01
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FIFA, UEFA, IOC

sind Mafiaverbände, darum haben sie auch kein Interesse an Menschenrechte.

Immerkritisch
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Haben halt bei der Vergabe der WM

viele ein Vermögen verdient - Bestechungsgeld!

jg4186
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Sie seien nicht Teil des Business, ...

... die Menschenrechte, sagte einst Sepp Blatter.
Geld regiert die Welt könnte man auch sagen.
Die Fußball-WM hätte nie an Katar, die Olympischen Spiele nie an China vergeben werden dürfen. Man kann nur hoffen, dass die FIFA bzw. das IOC daraus gelernt haben.

peso
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jg4186

Dann nennen Sie bitte ein Land, wo diese Spiele Ihrer Meinung nach stattfinden dürfen. Bedenken Sie aber, dass es dort KEINE, wie auch immer gearteten Probleme (also Kriegsbeteiligungen, Kolonialismus, rechtsradikal, linksradikal, Einschränkung der Menschenrechte, Ausbeutung der Natur usw.) geben darf. Und dann vergessen Sie bitte nicht, dass auch die Sportler aus diesen Problemländern natürlich keinen Zuritt zu den Wettkämpfen haben dürfen, denn wenn die Länder gesperrt sind......

CBP9
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Ganz einfach: es wird ein Anforderungsprofil

für Austragungsorte erstellt und nur jene die sie erfüllen kommen in frage.( Katar, Peking, Sochi wären sicher nicht darunter gewesen) Nicht wirklich schwierig, wenn man will. - Ähnlich könnte man übrigens bei der eigenen Urlaubsreise vorgehen.

hroehrich
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Sehr richtig!

Ich würde auch nie einen Urlaub in Russland, China, Saudi Arabien usw. verbringen. Ein Boykott der WM in Katar oder auch der Olympischen Spiele (wenigstens auf diplomatischer Ebene) hielte ich für angemessen. Werde mir sicher kein Spiel der WM in Katar anschauen. Das ist den dortigen Scheichs zwar egal, aber für mich ist es das mindeste, was ich tun kann. Vielleicht machen es ja viele ebenso.

CBP9
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Die Funktionäre kochen in ihrer eigenen Suppe, dadurch wird sich nichts ändern

Und wenn man weiss (wie auch bei Olympia, etc.) welche Ahnungslosen hier mitentscheiden, kann es einem schlecht werden. Korruption pur 🙊🙉🙈

GanzObjektivGesehen
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Und die Menschen werden ihren überbezahlten Helden....

.....dennoch zujubeln, minus einer Gedenkminute für die verstorbenen Arbeiter, sollte die überhaupt angedacht werden.

Korruption, Neid, und Gewinnsucht sind tief in der Gesellschft verankert.
Weit über das „Türkise System“ hinaus. So wäre man gut beraten einen U-Ausschuss gegen die Korruption in Österreich einzusetzen und nicht populistisch gegen eine einzige Partei in einen heiligen Krieg zu ziehen.

Der viel geschmähte Futtertrog wird dadurch nicht verschwinden. Es werden im besten Fall andere versuchen ihre nimmersatten Mäuler daraus voll zu bekommen.