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Eklat bei Ballon d'OrDas sagt Ada Hegerberg zum sexistischen Vorfall

Kopfschütteln und Verärgerung hat es nach der Verleihung des "Ballon d'Or" an die Norwegerin Ada Hegerberg als weltbeste Fußballerin in Paris gegeben.

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Moderator und DJ Martin Solveig und Ada Hegerberg © APA/AFP/FRANCK FIFE
 

Der Moderator und DJ Martin Solveig fragte Ada Hegerberg bei der Preisverleihung auf der Bühne am Montagabend in Paris, ob sie "twerken" wolle. Dabei handelt es sich um einen lasziven Tanzstil, bei dem Frauen das Gesäß kreisen und schütteln.

Die 23-Jährige von Olympique Lyon, die als erste Spielerin mit der Auszeichnung des französischen Fachmagazins "France Football" bedacht wurde, reagierte sichtlich betreten. Im Internet brach daraufhin ein Sturm der Entrüstung aus. Internetnutzer kritisierten die Frage als sexistisch und respektlos gegenüber der Sportlerin.

Der DJ, der die Zeremonie musikalisch begleitet hatte, entschuldigte sich daraufhin. "Ich wollte natürlich niemanden beleidigen", schrieb Solveig auf Twitter. "Es war ein Witz, vielleicht ein schlechter Witz." Hegerberg selbst zeigte sich gelassen.

"Ich fand das nicht sexistisch", sagte die Stürmerin nach der Zeremonie. Der DJ habe sich zudem bei ihr entschuldigt. Auf die Frage, ob ein männlicher Fußballer jemals zu einem solchen Tanz aufgefordert werden würde, sagte sie: "Das ist eine gute Frage."

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Solveig forderte Hegerberg zum Tanz auf Foto © APA/AFP/FRANCK FIFE

Kommentare (5)

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Jodl
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Tempora mutantur

Früher war es den Damen eine Ehre, zum Tanz aufgefordert zu werden. Heute ist man sofort ein Sexunhold, wenn man das wagt.

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paulrandig
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Eigentlich sind die Shitstormer am diskriminierendsten von allen.

Wer ohne zu wissen, ob es die betroffene Person überhaupt juckt, gleich den Supermoralapostel spielt, sagt damit doch nur, dass er diese Person nicht für fähig hält, selbst den Mund aufzumachen.
Gleichermaßen besteht auch die Frage, wie denn ein Mann reagiert hätte. Hätte er gelacht und mitgemacht, mit der Aufforderung an den Fragesteller sich anzuschließen? Hätte er einfach "Nein, vielleicht ein anderes mal" geantwortet? Wahrscheinlich hätte er nicht "betreten" geschaut, denn in seiner Geschlechterrolle wäre es überhaupt nicht vorgesehen, einfach betreten zu schauen.
Die tatsächlichen Sexisten sind diejenigen, die selbstgerecht und lautstark die "schwache" Frau verteidigen und sie dadurch bevormunden ohne zu wissen, was sie selbst davon denkt.
Genau dadurch bestärken sie das sexistische Klischee, das sie zu bekämpfen glauben.

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Redridinghood
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nach dem die meisten Männer von Mütter erzogen wurde

sollen sich die Frauen mal selber an der Nase nehmen!

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aknaus
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Der Clown

Sie hätte ihm eine knallen sollen, da hätte er auch nur danke sagen können. Der hätte einen Preis bei einer Kampfsport oder Boxmeisterschaft übergeben sollen in der Frauenklasse, da hätte er es sich überlegt so zu sprechen.

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10solach
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Soweit

Simma also schon... Wahnsinn

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