Mit nur zwei Niederlagen (jeweils bei der EM gegen Kroatien und im Finale gegen Spanien) in den heurigen 17 Spielen ging Deutschland am Mittwoch vor 74.244 Zuschauern in Berlin gegen England in das letzte Länderspiel des Jahres. Trainer Jogi Löw und seine Mannen wollten sich in dem freundschaftlichen Kick mit hohem Prestige-Charakter mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden.
Kommando übernommen. Daraus wurde es allerdings nichts. Die Engländer, bei denen acht Stammspieler fehlten, übernahmen von Beginn an das Kommando und wurden dafür in der 23. Minute durch das 1:0 durch Verteidiger Matthew Upson belohnt. Von den Deutschen (ohne Lahm und Ballack) sah man wenig und so wurde die Elf mit Pfiffen in die Pause verabschiedet. Nach Seitenwechsel lief es für die Gastgeber besser - und in der 63. Minute gelang Leverkusens Helmes auch das 1:1. Dem Tor ging aber ein peinliches Missverständnis zwischen "Pannen-Torwart" Scott Carson und John Terry voraus.
"England war besser". Doch der Routinier machte seinen Patzer wieder gut: In der besten Phase der Deutschen gelang Terry in der 84. Minute per Kopf das 2:1 für die Insulaner. "Wir haben heute einen schlechten Tag erwischt, England war klar besser - sie haben verdient gewonnen", resümierte ein enttäuschter Löw. Was tat sich sonst noch. Österreichs WM-Qualifikations-Gegner Serbien landete gegen Bulgarien einen beeindruckenden 6:1-Kantersieg, Litauen bekleckerte sich beim 1:1 gegen Moldawien nicht mit Ruhm.
LÄNDERSPIEL
Terry verdarb Deutschland den Ausklang
Deutschland kassierte im Prestige-Duell mit England eine verdiente 1:2-Niederlage. Upson und Terry trafen für die Insulaner. Serbien landete gegen Bulgarien einen Kantersieg.
© AP