Friedhelm Funkel, der Trainer von Eintracht Frankfurt, hat die Nicht-Einberufung von Markus Weissenberger in den österreichischen Teamkader für das Länderspiel am 6. Februar in Wien gegen Deutschland kritisiert. "Ich kann diese Maßnahme nicht nachvollziehen. So einen erfahrenen Spieler würde dem österreichischen Nationalteam gut zu Gesicht stehen", sagte der Deutsche im deutschen Fachmagazin "kicker".
Kein Kontakt. Weissenberger, der drei der jüngsten vier Länderspiele Österreichs - gegen die Schweiz, Elfenbeinküste und England - bestritten hatte, sagte in der Zeitschrift, seit Wochen keinen Kontakt mit ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger gehabt zu haben. "Ich habe durch einen Radioreporter erfahren, dass ich gegen Deutschland nicht dabei bin. Die Nicht-Nominierung hat mich negativ überrascht", meinte der Offensiv-Spieler.
Gute Leistung. Gleichzeitig stachelt diese Entscheidung den kleinen Techniker auf. "Ich hoffe, am Samstag in Berlin gegen Hertha BSC in der Startformation zu stehen und werde versuchen, mich durch gute Leistungen für die Nationalmannschaft interessant zu machen." Was Hickersberger natürlich wiederum gerne hört. Zum "kicker" sagte er: "Die Tür ist ständig und weit offen für Markus, der EM-Zug lange nicht abgefahren. Er hätte es auch jetzt verdient gehabt, im Kader zu stehen."
Stammspieler. Der ÖFB-Teamchef wies darauf hin, diesmal nur 18 statt 23 Spieler nominiert zu haben, weil wegen der späten Anreise viele Legionäre nur ein kurze Vorbereitung haben. Dass Funkel Weissenberger verteidigt, sei selbstverständlich. "Es liegt aber nicht nur an Weissenberger. Wenn Funkel ihn im Frühjahr regelmäßig aufstellt, wird ein Bundesliga-Stammspieler auch bei der EM dabei sein."
Weissenbergers Trainer kritisiert "Hicke"
Friedhelm Funkel kritisierte die Nicht-Nominierung Markus Weissenbergers für das Ländermatch gegen Deutschland.
© GEPA