Eine prall gefüllte Linz AG Eisarena erwartete den VSV zum wohl wichtigsten Spiel im Grunddurchgang. Die Adler traten von Beginn an sichtlich munterer auf als bei der letzten Niederlage. Der Kater vom Derby-Debakel schien, wie von Tray Tuomie bereits angekündigt, übertaucht. Wenig später eilte Brian Lebler nach einem Fehlpass in der Villacher Offensive alleine mit zwei Linzern auf JP Lamoureux zu und vergab. Die anfängliche Frische der Adler verblasste und die erste Unterzahl-Situation folgte. In dieser fand die Scheibe durch Graham Knott das erste Mal den Weg in Lamoureux`s Kasten. Das erste Powerplay der Draustädter konnte sich sehen lassen, führte jedoch zu keinem Erfolg.
Der VSV fiel in den Trott der letzten zwei Spiele
Im zweiten Abschnitt folgte die nächste Überzahl-Gelegenheit der Adler. Der Puck wanderte von Station zu Station und fand schlussendlich Kevin Hancock, der die Scheibe von John Hughes in noch aus der Siegesserie gewohnten Manier perfekt serviert bekam. Der Erstliniencenter des VSV ließ sich nicht zweimal bitten und es zappelte nach einem Hammer im Kreuzeck von Rasmus Tirronen. Es war sogleich der erste Treffer nach 14 Gegentreffern hintereinander aus den letzten drei Spielen. Linz zeigte sich davon unbegeistert und antwortete innerhalb von 46 Sekunden zweimal in Person von Kapitän Brian Lebler. Beim zweiten Treffer, der ansatzlos abgefeuert wurde und halbhoch einschlug, des Austro-Kanadiers machte ‚JPL‘ keine gute Figur. Die Adler fielen daraufhin in den Trott der letzten zwei Spiele und fanden keinen Weg, um bis zur zweiten Sirene den Anschluss zu finden.
Mit einem Linzer Powerplay begann auch das dritte Drittel und Shawn St-Amant bezwang Lamoureux, der den Puck prallen ließ. Die volle Linzer Halle bebte, was die Ausgangssituation der Adler zusätzlich erschwerte. Im weiteren Spielverlauf bot die Truppe von Coach Phil Lukas dem VSV nicht viele Möglichkeiten, den ersehnten höheren Gang zu finden, agierte zu kompakt. Das wichtige Sechs-Punkte-Spiel entwickelte sich immer weiter in eine Niederlage. In der letzten Minute besiegelte Brodie Stuart mit dem Empty-Net-Treffer zum 1:5 aus Villacher Sicht eine neuerliche Klatsche. „Das Penaltykilling machte den Unterschied und wir haben es nicht geschafft, bei Fünf gegen Fünf Tore zu schießen. Wir dürfen uns aber nicht von den letzten zwei Spielen runterziehen lassen“, sagte Kapitän Alexander Rauchenwald nach dem Schlusspfiff.