Die Klagenfurter traten die Reise in die Südtiroler Hauptstadt ohne die Stammkräfte Clemens Unterweger, Johannes Bischofberger und Niki Kraus an. Die Ausfälle wurden durch Kele Steffler, Luca Gomboc und Finn van Ee ersetzt. Nach der mangelnden Vorstellung zu Hause gegen Linz war das erste Ziel der Rotjacken eine Steigerung in allen Bereichen. Was aber praktisch nur in kurzen Phasen gelang. Nach wie vor passieren in der eigenen Zone zu viele Fehler, die meist von den Gegnern eiskalt bestraft werden. Den Spielern klebt das Pech auf dem Schläger, sie können die besten Möglichkeiten nicht in Zählbares ummünzen. Wie schon von Kapitän Thomas Koch angesprochen, kommt von den Top-Performern viel zu wenig, was sich auch in Bozen nicht unbedingt änderte.
Gleich im ersten Unterzahl, die Strafe war zwar schon kurz abgelaufen, schlug es ein, beim zweiten Gegentreffer herrschte Chaos in der eigenen Zone, fehlte jegliche Zuteilung, stellten sich die fünf KAC-Spieler wie eine U12-Mannschaft an. Gut heraus gespielt war das zwischenzeitliche 1:1 durch Jesper Jensen-Aabo, der ein abgelenktes Zuspiel von Thomas Koch ins Gehäuse stocherte. In die ersten 20 Minuten wirkten die Athletiker trotz Rückstandes strukturierter und kompakter als zuletzt gegen Linz.
Drei-Tore-Rückstand
Ein Match auf Augenhöhe lieferten sich die beiden Rekordmeister ihrer Länder zum Großteil im Mittelabschnitt, wobei die Klagenfurter spielerisch ein leichtes Übergewicht hatten. Doch über den nächsten Treffer durften die Gastgeber jubeln. Migloranzi brachte die Scheibe mit einem Heber Richtung KAC-Tor, diese wurde irgendwie abgefälscht und zappelte plötzlich im Netz. Ein Tor, das Wirkung zeigte. Aus einem Konter nach Scheibenverlust eines KAC-Verteidigers schraubte Bozen den Score auf 4:1 (Christian Thomas). Vorn hatten die Gäste die sogenannte "Hex am Schläger", da der Puck einfach nicht den Weg ins Tor finden wollte. Entweder blockte ein Bozener einen guten Schuss oder Keeper Samuel Harvey verhinderte mit guten Abwehrbewegungen ein weiteres Gegentor.
Bozen stellte im Schlussabschnitt auf Ergebnis verwalten, überließen die Südtiroler den Kärntnern das Geschehen, die daraus auch Kapital schlagen konnten. Zuerst gelang im Powerplay durch Paul Postma das 2:4. Als Dahm sein Gehäuse verließ und durch einen sechsten Feldspieler ersetzt wurde, konnte Lucas Lessio auf 3:4 verkürzen. Mehr wollte den Klagenfurtern nicht mehr gelingen.