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Interview mit Anze Kopitar"Um Erfolg zu haben, muss man hart an sich arbeiten"

Anze Kopitar, der Kapitän der Los Angeles Kings, plaudert über seine erfolgreiche Karriere, seinen Auszeichnungen, über Golf und die EBEL-Liga.

Anze Kopitar verdient in der Saison 10 Millionen Dollar © Kleinberger
 

Wie sieht der Sommer von Ihnen aus?
Anze Kopitar: Wenn ich von LA nach Hause komme, steht zuerst Erholung auf dem Programm, gehe ich alles relaxter an. Ich lass mich nicht zu viel einteilen, versuche, meinem Körper so viel Erholung wie möglich zu geben. Nach dieser Phase heißt es wieder, fit zu werden für die kommende Saison.

Sie sind einer der erfolgreichsten slowenischen Sportler, wie stolz macht Sie das?
Ich bin schon mächtig stolz darauf, was ich bisher erreicht habe. Meine bisherige Karriere war recht gut und ich schaue ziemlich optimistisch in die Zukunft, dass es noch einige weitere Höhepunkte geben wird.

Sie haben bisher zwei Mal den Stanley Cup gewonnen. Wie sehen Sie die Möglichkeiten, in der kommenden Saison die begehrteste Eishockey-Trophy der Welt in die Höhe stemmen zu können?
Ich glaube, dass wir wirklich gute Möglichkeiten haben, den Titel zu holen. Unser Team ist sehr gut aufgebaut worden, da ist eine Gruppe von richtigguten Spielern, die über einen starken Charakter verfügen. Aber sie wissen, dass es viele gute Teams in der NHL gibt. Daher hoffe ich, dass wir uns für das Play-off qualifizieren können und dann den Cup holen.

Wer sind neben den Kings die Favoriten auf den Stanley Cup?
Da sind wirklich viele gute Teams in der NHL. An die zehn Mannschaften haben das Zeug, um am Ende den Stanley Cup zu gewinnen. Genau das ist es, was die NHL so gut und so interessant macht. Da die Leistungsunterschiede unter den Teams relativ gering sind und jeder kann jeden schlagen.

Sie zählen zu den besten Spielern der NHL. Was macht Sie so stark, was ist Ihr Geheimnis?
Da gibt es kein großes Geheimnis. Um Erfolg zu haben, da muss man hart an sich arbeiten und viele intensive Trainingseinheiten absolvieren. Eishockey ist meine Leidenschaft, ich liebe dieses Spiel. Genau das sind die Komponenten meines Erfolges.

Ihre letzte Saison war für Sie persönlich äußerst erfolgreich. Sie schossen 35 Tore und bereiteten 57 Treffer vor. Sie waren nominiert für die „Hart Trophy“ und für die „Selke Trophy“, die Sie auch gewonnen haben. Macht es Sie stolz, dass sie diese Auszeichnung für den Stürmer mit dem bestem Defensivverhalten der Liga bereits zum zweiten Mal erhalten haben?
Es ist schon eine große Ehre, wenn man für den besten Spieler und für den besten Defensivspieler der Saison nominiert wird. Erhält man eine Auszeichnung, ist es eine große Anerkennung und Ehre, was aber nur geht, wenn man gute Teamkollegen an seiner Seite hat.

Die LA Kings haben Ilya Kovalchuk unter Vertrag genommen. Glauben Sie, dass der russische Altstar der Mannschaft helfen kann?
Er ist jetzt 36 Jahre alt, hat viel Routine und ist wirklich ein richtig guter Spieler, der uns auf alle Fälle helfen wird können, davon bin ich überzeugt.

Es wird sehr viel darüber spekuliert, dass Kovalchuk an ihrer Seite spielen wird. Was meinen Sie dazu?
Da besteht eine große Chance, dass es dazu kommen wird. Ich finde es großartig und würde total gerne mit ihm in einer Linie spielen. Er ist ein absoluter Torjäger, was wir sehr dringend im Team benötigen.

Sie haben mit Christoph Brandner in Schweden bei Södertälje zusammengespielt. Stehen Sie mit ihm noch im Kontakt?
Nein, leider nicht. Ich habe mit ihm in Schweden gespielt und Christoph ist ein unglaublich großartiger Bursche. Es war eine super gemeinsame Zeit und ich hoffe, dass wir wieder in Kontakt kommen werden.

Wie sind sie mit der Entwicklung von Jesenice zufrieden, es ist ja ihr Stammverein?
Ich glaube, nun sind sie auf einem recht guten Weg. Vor einigen Jahren hatten sie große Probleme mit dem Geld. Es wird nun besser und besser und ich hoffe, dass sie sich kontinuierlich steigern können.

Wie wichtig wäre ein Comeback von Jesenice in der EBEL-Liga?
Es wäre enorm wichtig für den Verein und für das slowenische Eishockey, dass Jesenice und auch Laibach in die EBEL-Liga zurückkehren könnten. Es ist eine recht gute Liga, außerdem würde es dann wieder die Duelle mit Klagenfurt oder Villach geben. Diese Derbys haben schon einen gewissen Zündstoff. Daher hoffe ich, dass die beiden Klubs genügend Sponsoren erhalten, denn es wäre wirklich notwendig, dass die beiden Klubs ein Teil der EBEL werden.

Sie sind ein äußerst bodenständiger Mensch. Wie wichtig ist Ihnen Ihre Heimat Slowenien?
Die Heimat ist ganz wichtig für mich. Ich komme jeden Sommer hierher, genieße mit meiner Frau, die auch aus Slowenien kommt, die Zeit in diesem großartigen Land.

Slowenien ist ein relativ kleines Land und hat so viele gute Sportler. Warum ist das so?
Slowenien hat zwei Millionen Einwohner und wirklich einige außergewöhnliche Athleten. Wir haben großartige Skispringer, starke Handballer, einige unglaubliche Basketballer oder auch Skifahrer. Was das Geheimnis dahinter ist, kann ich nicht beantworten.

Wie oft können Sie Ihr Hobby Golf frönen?
Ich wohne in Bled, da habe ich es nicht weit zum Golfplatz, da spiele ich schon mehrmals die Woche.

Der Golfclub Bled zählt nach dem Umbau, der 26 Millionen Euro kostete, zu den Besten in Europa. Wie gefällt Ihnen nun Ihr Heimatkurs?
Der Kurs ist jetzt wirklich faszinierend, da wurde ein großartiger Job von den Verantwortlichen verrichtet.

Wo spielen Sie sonst gerne?
Ich spiele oft in Tarvis, in Kärnten kenne ich nur die Plätze in Velden und Finkenstein.

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