Am 23. Jänner bestritt Nick Bailen sein bislang letztes Spiel für die Graz 99ers. Gegen Salzburg verletzte sich der Amerikaner an der Hand und ist seither zum Zuschauen gezwungen. Zum Play-off-Start (10. oder 11. März) soll der 36-Jährige dann wieder einsatzfähig sein und den Steirern im Titelkampf eine große Stütze sein. Es könnten die letzten Partien für den Abwehrspieler im 99ers-Trikot sein. „Wir haben ihm ein aus unserer Sicht super Angebot vorgelegt“, sagt Sportdirektor Philipp Pinter. Bailen wollte seinen auslaufenden Vertrag aber nicht verlängern. Nach dem 5:2-Sieg der 99ers am Mittwoch bei den Capitals kam das Gerücht auf, wonach Bailen in die Bundeshauptstadt wechseln soll. „Das weiß ich nicht“, sagt Pinter. „Und das tangiert mich und die Mannschaft auch nicht. Diese Gerüchte gehören zum Business und zum Sport dazu.“

Sobald Bailen fit ist, wird er für die Grazer wieder auf dem Eis stehen. „Natürlich. Wie wichtig er ist, darüber braucht man ja nicht zu reden.“ Gleichzeitig habe man in den letzten Wochen aber gesehen, dass es auch ohne Bailen geht. Sechs von sieben Spielen wurden ohne den Leistungsträger gewonnen.

Am Freitag (18.30 Uhr) kommt der VSV in den ausverkauften Bunker, Tabellenführer KAC spielt erst um 19.45 Uhr – und das bei Bozen. „Wir wollen den KAC ein bisserl unter Druck setzen und vorlegen“, sagt Pinter. „Mit dem Erreichen der Champions Hockey League haben wir ein großes Ziel einmal abgehakt. Jetzt gilt der Fokus den kommenden Wochen und dem Play-off.“ Die Stimmung innerhalb des Klubs sei „sehr schön. Auch in der Stadt allgemein. Wir, also Spieler, Trainer, Sportdirektor und Präsident, stehen vorne. Aber was im Hintergrund von allen im Verein gekurbelt wird, da steht jeder auf dem Gas, alle ziehen in dieselbe Richtung.“ Das Werk‘l, es rennt. Auch der Königtransfer der vergangenen Saison, Lukas Haudum, spielt derzeit in Topform, ist bester österreichischer Scorer der Liga (10 Tore, 41 Assists). Pinter: „Er ist deutlich stabiler als in der Vorsaison und hat noch enormes Potenzial.“