1999/2000 stürmte Brad Purdie zwischen Gino Cavallini und Kent Salfi direkt in die Herzen der VSV-Fans. Der mittlerweile 36-jährige Kanadier machte in 33 Partien sensationelle 82 Punkte (32 Tore, 50 Assists), ging anschließend nach Deutschland (Krefeld, Hamburg, Iserloh) gefeiert, ehe ihn die Linzer in der vorigen Saison lockten. Auch für die Black Wings punktet Purdie am laufenden Band. 26 Purdie-Vorlagen (plus sechs Tore) gab's heuer bereits in den 26 EBEL-Partien.

Ende nicht in Sicht. Purdie lebt mit Gattin Michelle und seinen drei Kindern in Linz, kommt aber gerne nach Villach. "Mir hat es dort immer sehr gefallen. Die Leute waren nett, die Mannschaft super." Sein Vertrag läuft heuer in Linz aus, ans Aufhören denkt der frühere VSV-Star nicht. "Auch Elik spielt noch - und der ist ja um sechs Jahre älter als ich", grinst Purdie. Auch aktuelle VSV-Legionäre zählen zu den absoluten Liga-Führenden. Justin Mapletoft (+20) und Jonathan Ferland (+16) liegen in der Plus/Minus-Statistik auf Rang eins bzw. zwei. Wenn die beiden Stürmer auf dem Eis stehen, haben's die Gegner schwer. Auch heute gegen Linz ist Villachs Einser-Sturm das blauweiße Trumpf-Ass. Punkte müssen her, weil's auch etwas zum Feiern gibt: Michael Raffl und Nico Toff werden 20.

Mit Enzenhofer. Der KAC? Kutschiert, nach dem 3:1 im 245. Derby mit Selbstvertrauen vollgepumpt am Sonntag nach Szekesfehervar. Mit den Ungarn haben die Klagenfurter noch eine Rechnung offen, stapften sie doch dort vor einem guten Monat ohne Punkte (3:4) vom Eis. Eine Blamage, denn in der Folge verloren die Ungarn gleich acht Mal hintereinander. Manny Viveiros will diesmal allerdings alles tun, damit der Gegner nicht ein weiteres Mal unterschätzt wird. Im Tor bleibt Hannes Enzenhofer, der, wie die gesamte Mannschaft in Villach eine starke Leistung bot. Den am Knie verletzten Thomas Hundertpfund vertritt Manuel Geier.