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Großschartner 9. bei Vuelta Österreicher zeigten bei großen Rundfahrten gleich mehrfach auf

Nach seinem neunten Platz bei der Vuelta zeigt sich Felix Großschartner bereit für weitere Aufgaben. Mehrere heimische Fahrer zeigten im Corona-Jahr auf.

Bora-Fahrer Felix Großschartner © KK
 

Die Rad-Profiteams der WorldTour sind in der Pandemie-Saison mit einem blauen Auge davongekommen. Mit Ausnahme von Paris-Roubaix wurden alle wichtigen Rennen in kaum dreieinhalb Monaten seit 1. August absolviert. Einige der zehn in Top-Teams engagierten Österreicher zeigten mit Spitzenplätzen auf Etappen der großen Rundfahrten auf, in den Gesamtwertungen gab es drei Top-Ten-Plätze, zuletzt am Sonntag durch Felix Großschartner als Neuntem der Vuelta.

Für die kommende Saison haben alle zehn bisherigen ÖRV-Fahrer weiterhin Verträge bei WorldTour-Rennställen, von denen einige beim ersten Lockdown in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren. Dank der nun doch noch absolvierten Rennsaison dürften alle überleben. Der Radsport müsse dankbar sein, dass die Rennen über die Bühne gebracht worden seien, erklärte Bora-Teammanager Ralph Denk. Dies sei im Gegensatz zu anderen Sportarten aber nur gelungen, weil alle Beteiligten konsequent zusammengearbeitet hätten. Der Slowene Primoz Roglic pflichtete dem Bayern nach der Wiederholung seines Vuelta-Gesamtsieges bei. "Bei dem Zustand, in dem die Welt ist, können wir froh sein, dass wir Rennen fahren dürfen."

Großschartner schaffte wie zuvor sein Bora-Teamkollege Patrick Konrad (Achter des Giro d'Italia) und Team-Bahrain-Fahrer Hermann Pernsteiner (Zehnter des Giro trotz Helferrolle) eine Gesamtplatzierung unter den besten zehn. Zudem erreichte er wie das zuvor in Italien engagierte Duo einen zweiten Etappenrang. "Ich bin sehr happy, dass ich meine erste Grand Tour als Kapitän in den Top Ten beendet habe", sagte Großschartner in einer Aussendung über sein "super Resultat".

"Er wird Chancen bekommen"

Darauf könne er künftig aufbauen, erklärte der 26-Jährige, der noch bis 2022 einen Vertrag bei Bora hat. "So ein Ergebnis ist gut für mein Selbstbewusstsein. Ich glaube, meine Leistung zeigt auch meine Stärke und dass ich Talent habe." Großschartner werde weitere Chancen bekommen, kündigte der Sportliche Leiter Enrico Poitschke an. "Wir werden ihm auch in der Zukunft die Möglichkeit geben, in der einen oder anderen Grand Tour seine Leistung zu bestätigen oder zu verbessern."

Weil Gregor Mühlberger zum spanischen Movistar-Rennstall wechselt, sind 2021 mit Konrad, Großschartner, Lukas Pöstlberger und Patrick Gamper vier Österreicher bei Bora engagiert. Die weiteren Österreicher in der ersten Division sind Pernsteiner und Marco Haller (beide Team Bahrain), Matthias Brändle (Israel Start-up Nation), Michael Gogl (NTT) sowie Felix Gall (Sunweb).

Kommentare (1)
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schteirischprovessa
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0
Lesenswert?

Die Leistung von Felix Großschartner ist um so höher einzuschätzen,

als dass er wohl als Einziger von den Gesamtwertungsfahrern kein Team gehabt hat, dass ihn in den Bergen unterstützen konnte.
Mit wenigen Ausnahmen war er auf sich allein gestellt, sobald es mal bergauf gegangen ist.
Bravo, mit drei oder vier guten Bergfahrern an seiner Seite wäre wohl noch mehr möglich gewesen.