Europameisterschaften dürften Heimo Fugger im Blut liegen. Bereits vor einem Jahr konnte der Kärntner bei der Nachwuchs-EM (U19) das Punkterennen für sich entscheiden, wurde im Ausscheidungsfahren Zweiter und unterstrich somit sein großes Potenzial. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen auch im Vorfeld der Junioren-Europameisterschaften im Bahnradsport in Anadia (Portugal).
Und gleich im ersten Bewerb der EM konnte der Wernberger an seine Erfolge des Vorjahres anschließen und im Ausscheidungsrennen die Goldmedaille holen. „Es ist ein sehr gutes Gefühl. Der Sieg zeigt auch, dass sich die harte Arbeit in dieser Saison ausgezahlt hat“, freute sich Fugger nach dem Triumph. Am Vormittag schaffte er den Finaleinzug in der Qualifikation souverän, hatte aber zu Beginn des Ausscheidungsrennens etwas zu kämpfen, konnte sich aber im Laufe des Bewerbs steigern. „Zwischenzeitlich habe ich mich nicht so gut gefühlt, weshalb ich am Ende auch nicht wusste, ob ich meinen Gegner noch knacke“, erzählte der 17-Jährige, der sich im finalen Sprint gegen Matwei Jakowlew durchsetzen konnte.
Nach dem Sieg zum Einstand fiel einiges an Last von Fuggers Schultern ab, er kann die folgenden Bewerbe mit wesentlich mehr Gelassenheit angehen. „Ich habe gleich in meinem ersten Rennen alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Alles, was noch kommt, ist jetzt Zugabe“, so Fugger, der noch die beiden olympischen Disziplinen der Ausdauerfahrer auf der Bahn, das Omnium und das Madison, bestreiten wird.
Das Omnium besteht aus vier verschiedenen Ausdauerdisziplinen, in dem man Punkte für Sprints und Rundengewinne sammeln kann. Vor der EM rechnete sich der 17-Jährige in dieser Disziplin die meisten Chancen aus: „Ein weiterer Sieg wäre natürlich schön, aber jede Medaille ist schön. Es wird aber sicher schwieriger als im letzten Jahr, die Dichte an starken Fahrern ist wesentlich größer.“ Insgesamt treten 34 Nationen bei diesem Bewerb an, nur die besten 24 qualifizieren sich für das Finale.