In diesem Moment sackte sogar der „Iceman“ auf die Knie. Die Wucht und Kraft der Emotion, die sich im Zielstadion am Fuße des Zwölferkogels entlud, sie könnte durchaus für seismographische Ausschläge gesorgt haben. Im Zentrum stand Raphael Haaser, 27 Jahre jung. Und just in diesem Moment stand fest, dass er sich zum Weltmeister im Riesentorlauf gekürt hatte. Bei der Heim-Weltmeisterschaft in Saalbach stand also 34 Jahre nach Rudi Nierlich im Riesentorlauf abermals ein Österreicher ganz oben – und irgendwie war es ein Erfolg mit ähnlich historischem Potenzial. Zumindest aber war es ein Sieg, der alle Schleusen öffnete und eben den sonst mit Gefühlen sparsamen Tiroler sichtlich an den Rand der Tränen brachte.